Katalonien will in Frankfurt glänzen

Fast 400.000 Titel werden präsentiert, davon mehr als 120.000 Neuerscheinungen. Erwartet werden mehr als 280.000 Besucher.

Ehrengast ist Katalonien, die wirtschaftsstärkste Region Spaniens. Allein in Barcelona sind mehr als 200 Verlage beheimatet. Der katalanische Präsident José Montilla Aguilera erhoffte sich in seiner Begrüßungsrede von der Frankfurter Buchmesse einen Schub in Richtung der Anerkennung der katalanischen Sprache „als offizielle europäische Sprache“.

Aguilera sagte, die katalanische Sprache bestehe im friedlichem Nebeneinander mit dem Spanischen – „und in Wirklichkeit ohne die oft künstlich herbeigeredeten Konflikte mit dem Spanischen, das ebenfalls Teil des kulturellen Erbes der katalanischen Gesellschaft ist“.

In Katalonien werden Bilder des Königs verbrannt

Buchmessen-Direktor Juergen Boos bedauerte, dass sich die auf Spanisch schreibenden Autoren Kataloniens nicht an der offiziellen Präsentation Kataloniens beteiligten. Warum dies so ist, ließ er offen.

Dass die Präsentation Kataloniens im Zusammenhang mit dem aktuellen Streit um das katalanische „National“-Statut steht, dass derzeit in Katalonien Bilder des spanischen Königshauses verbrannt werden und Künstler aus ihren Stellungen entlassen werden, weil sie Castellano reden, blieb in den Reden in Frankfurt unerwähnt.