Kaká im Glück: Rote Karte rettet ihn vor Beinbruch

Im WM-Blog "El Freunde" von Spaniens Allgemeiner Zeitung schreibt Wilhelm Wagner weiter: "So musste sich Kaká am Ende sogar glücklich schätzen, dass er mit gelb-rot vom Platz flog, nachdem Schiedsrichter Stephane Lannoy auf Keitas Theatereinlage hereinfiel. Kaká hätte sonst das Feld möglicherweise wie Elano auf der Bahre verlassen müssen.

Auch dieses Spiel fing übrigens fair an, am Ende traten die verlierenden Ivorer aber nach allem, was nur entfernt nach Brasilien aussah. Hätten sie frühzeitig die gelbe Karte gesehen, wären sie wohl vorsichtiger gewesen.

Spaniens Schiri Undiani hätte dieses Spiel besser dirigiert, garantiert sogar. Denn er weiß mit Stars, deren phasenweise provozierender Spielweise und den unterlegenen und überforderten Gegnern umzugehen. Da er in Spanien arbeitet, hat er nämlich jedes Wochenende mit Stars zu tun, nicht nur alle vier Jahre bei einer WM.

Mehr Fußball-Kommentare im WM-BLOG "El Freunde"

Fakt ist: Stars, wenn sie denn welche sind, müssen geschützt werden. Dass Fußball auch ein Kontaktspiel ist, wie Miro Klose nach seiner gelb-roten Karte beschwor, hat damit nichts zu tun. Der Kontakt darf eben nicht mit den Stollen oder der Fußspitze gegen das Bein des Gegners erfolgen. So einfach ist das.

Schiri Undiano hat das begriffen, die Fußballer der WM sollten es auch bald begreifen. Auch die Deutschen.

Denn wir wollen Kaká und Co nicht im Lazarett sehen, sondern gesund und munter auf dem grünen Rasen, oder? Wer Kampfsport erleben möchte, soll bitte zum Aikido gehen … (Foto: dpa)