Juan Carlos bittet Jakob: “Gegen Krise, Krebs und Terror”

Als Höhepunkt der Feierlichkeiten im "Heiligen Jahr" boten König Juan Carlos und Königin Sofía dem Apostel in der Kathedrale von Santiago de Compostela nach einem fast 400 Jahre alten Brauch die traditionelle Opfergabe dar.

An der Zeremonie in der nordwestspanischen Pilgerstadt nahmen zudem Dutzende Bischöfe und Erzbischöfe aus ganz Spanien teil.

In Santiago de Compostela, der Hauptstadt Galiciens, befindet sich der Legende nach das Grab des Apostels Jakob (spanisch: Santiago).

Wenn sein Namenstag am 25. Juli – wie in diesem Jahr – auf einen Sonntag fällt, feiern die Christen ein Heiliges Jahr (Xacobeo). Das nächste findet erst 2021 statt. Nach kirchlicher Tradition erhalten alle Katholiken, die im Jakobsjahr zum Grab des Apostels in der Kathedrale pilgern und die Beichte ablegen, einen vollständigen Sündenablass.

Der König bat den Apostel, Spanien aus der schweren Wirtschaftskrise zu führen und "der Barbarei des Terrorismus" ein Ende zu setzen. Der Monarch bat aber auch um seine persönliche Genesung: Dem 72-Jährigen war im Mai ein kleiner, gutartiger Tumor aus dem rechten Lungenflügel entfernt worden.

Santiago de Compostela ist jedes Jahr das Ziel zehntausender Wallfahrer, die auf dem mehr als 1.000 Jahre alten Jakobsweg bis zum Grab des Apostels pilgern. Dieses Jahr wurden bereits rund 114.000 Pilger gezählt, darunter etwa 7.500 Deutsche. Viele zieht auch das umfangreiche Kulturprogramm des Xacobeo an. (SAZ, dpa; Foto: Casa Real)

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