Jeweils 900.000 Euro für Familien der Opfer vom 11-M

Den Angehörigen eines Polizisten, der ums Leben kam, als sich drei Wochen nach den Attentaten sieben mutmaßliche Drahtzieher in die Luft sprengten, stehe die gleiche Summe zu, hieß es in der am Freitag veröffentlichten Urteilsschrift gegen die 21 an den Anschlägen Beteiligte. Gezahlt werden sollen die Entschädigungen demnach von den drei Hauptverantwortlichen, den Marokkanern Jamal Zougam und Othman el-Gnaoui, sowie dem Spanier José Emilio Suarez Trashorras. Wenn sie die Gesamtsumme von 172,8 Millionen Euro nicht aufbringen können, springe der spanische Staat ein, verlautete aus Justizkreisen.

Zougam war laut der am Mittwoch gefällten Gerichtsentscheidung einer der Bombenleger und wurde zu 42.922 Jahren Haft verurteilt. Trashorras bekam für die Lieferung des Sprengstoffs für die Anschläge 34.715 Jahre Haft, El-Gnaoui für den Sprengstofftransport 42.924 Jahre. Bei den Anschlägen auf vier volle Pendlerzüge in Madrid waren am 11. März 2004 191 Menschen getötet und mehr als 1800 weitere verletzt worden.