Javier Bardem, Penelopé Cruz, Maribel Verdú: Warten auf die nächsten Goyas …

Featured Video Play Icon

Alle Welt redet von den Oscars. Aber da sind ja auch noch „Los Goya“, wie man in Spanien sagt. Die Preise also der spanischen Akademie für Filmkunst. In Spanien jedenfalls gelten sie (fast) genauso viel wie die Oscars. Wie dort werden auch die spanischen Preise nach Kategorien vergeben. Die Preisverleihung findet am 3. Februar statt.

Als beste Filme stehen in diesem Jahr die Streifen ‘Handia’, ‘Verónica’, ‘La librería’, ‘El autor’ und (der große Favorit) ‘Verano 1993’ zur Auswahl. Wer bei dieser 32. Ausgabe der Oscars die Nase vorn haben wird?

Baskisch, Katalanisch, Englisch, Castellano …

‘Handia’ von Aitor Arregui und Jon Garaño ist gleich in 13 Katagorien nominiert – und ist in der Sprache des Baskenlandes gedreht, Euskera. Erzählt wird die Geschichte des mythischen Giganten Altzo.

‘La librería’ der Regisseurin Isabel Coixet hat es auf zwölf Nominierungen gebracht – und ist auf Englisch gedreht, die Hauptrolle hat Emily Mortimer übernommen.

Klarer Favorit ist ‘Verano 1993’, der es insgesamt auf acht Nominierungen bringt

‘El autor’ von Martín Cuenca basiert auf dem Roman von Javier Cercas und ist eine Komödie, die manchmal auch stark an eine Tragödie erinnert. Mit neun Nominierungen ausgestattet hat der auf Castellano gedrehte Film allerdings wohl keine Chancen, den Favoriten ‘Verano 1993’ aus dem Feld zu schlagen – auch wenn der es insgesamt nur auf acht Nominierungen bringt. Der Streifen von Carla Simón ist auf Katalanisch gedreht.

‘Verónica’ von Paco Plaza ist wohl der erste Horrorfilm, der es auf das Podium der Goyas geschafft hat – und das gleich mit sieben Nominierungen.

‘Abracadabra’ von Pablo Berger muss ‘Blancanieves’ vergessen machen

‘Abracadabra’ von Pablo Berger ist ein Psycho-Thriller, der den Vergleich zu seinem großen Berger-Vorgänger ‘Blancanieves’ aushalten muss – schon jetzt ist dieser Schwarz-Weiß- und Stummfilm eine cineastische Legende in Spanien. Aber auch ‘Abracadabra’ ist mit acht Nominierungen auf dem Weg, das Lob der Kritiker zu bekommen.

Hier die Nominierungen im Überblick:

Bester Film

El autor
Verano 1993
Handia
La librería
Verónica

Bester Regisseur

Manuel Martín Cuenca – El autor
Aitor Arregi und Jon Garaño – Handia
Isabel Coixet – La librería
Paco Plaza – Verónica

Beste Hauptdarstellerin

Maribel Verdú – Abracadabra
Emily Mortimer – La librería
Penélope Cruz – Loving Pablo
Nathalie Poza – No sé decir adiós

Bester Hauptdarsteller

Antonio de la Torre – Abracadabra
Javier Gutiérrez – El autor
Javier Bardem – Loving Pablo
Andrés Gertrudix – Morir

Beste Nebendarstellerin

Adelfa Calvo – El autor
Ana Castillo – La llamada
Belén Cuesta – La llamada
Lola Dueñas – No sé decir adiós

Bester Nebendarsteller

José Mota – Abracadabra
Antonio de la Torre – El autor
David Verdaguer – Verano 1993
Billy Nighy – La librería

Beste weibliche Newcomerin

Adriana Paz – El autor
Itziar Castro – Pieles
Sandra Escacena – Verónica
Bruna Cusí – Verano 1993

Bester männlicher Newcomer

Eneko Sagardoy – Handia
Eloi Costa – Pieles
Santiago Alverú – Selfie
Pol Monen – Amar

Bester Trickfilm

‘Deep’
‘Nur y el templo del dragón’
‘Tadeo Jones 2: El secreto del Rey Midas’

Bester Dokumentarfilm

Cantábrico, los domingos del oso pardo
Dancing Beethoven
Muchos hijos, un mono y un castillo
Saura(s)

Bester lateinamerikanischer Film

Amazona
Tempestad
Una mujer fantástica
Zama

Bester europäischer Film

‘C’est la vie’
‘Lady Macbeth’
‘The Square’
‘Toni Erdmann’

Beste Kamera

Verano 1993
Handia
La librería
Oro

Beste Produktion

Verano 1993
Handia
La librería
Oro

Bestes Original-Drehbuch

‘Abracadabra’
‘Verano 1993’
‘Handia’
‘Verónica’

Bestes adaptiertes Drehbuch

‘El autor’
‘Incierta gloria’
‘La librería’
‘La llamada’

Beste Filmmusik

Handia
La cordillera
La librería
Verónica

Bester Filmsong

‘El autor’
‘La librería’
‘La llamada’
‘Zona hostil’

Beste Spazialeffekte

‘Handia’
‘Oro’
‘Verónica’
‘Zona hostil’

Bester Schnitt

Abracadabra
Verano 1993
Handia
La librería

Bester Ton

El autor
El bar
Handia
Oro

Beste künstlerische Arbeit

Abracadabra
Handia
La librería
Oro

Bestes Szenenbild

Abracadabra
Handia
La librería
Oro

Beste Maske und Frisur

Abracadabra
Handia
Oro
Pieles

Bester Kurzfilm

Australia
Baraka
Madre
Extraños en la carretera
Como yo te amo

Bester Dokumentar-Kurzfilm

‘Los desheredados’
‘Primavera rosa en México’
‘The Fourth Kingdom’
‘Tribus de la inquisición’

Bester Trick-Kurzfilm

‘Colores’
‘El ermitaño’
‘Un día en el parque’
‘Woody & Woody’

Mit Sicherheit der begehrteste spanische Filmpreis

Der „Goya“ wurde nach dem berühmten spanischen Maler Francisco de Goya benannt und ist mit Sicherheit der begehrteste spanische Filmpreis. Vergeben wird er von der spanischen Academia de las Artes y las Ciencias Cinematográficas (Akademie der Künste und der cineastischen Wissenschaften), statt eines Oscars wird eine Bronzebüste von Francisco de Goya überreicht.

‘Mar adentro’ (Das Meer in mir) aus dem Jahre 2005 bekam sagenhafte 14 Goyas

Die bislang am häufigsten ausgezeichneten Filme sind ‘Mar adentro’ (Das Meer in mir) aus dem Jahre 2005 mit sagenhaften 14 Preisen (bei 15 Nominierungen), das am häufigsten nominierte Werk war ‘Deine Zeit läuft ab, Killer’ – der wurde insgesamt in 19 Kategorien für einen Preis vorgeschlagen. Der Film ‘Atame’ (Fessle mich) hält den Rekord bei den häufigsten Nominierungen ohne Sieg – traurige 15 Mal. ‘Blancanieves’ bekam bei 18 Nominierungen zehn Goyas.

Javier Bardem bekam fünf Goyas – Rekord

Der am häufigsten dekorierte Schauspieler bei den Goyas ist Javier Bardem, der in seinem Leben schon fünf Goyas einsacken konnte. Bei den Damen haben Carmen Maura und Veronica Forqué mit jeweils vier Goyas die Nase vorn. Bei den Regisseuren haben Alejandro Amenábar, Fernando León de Aranoa und Juan Antonio Bayona mit je drei Goyas bislang am häufigsten gesiegt.

Javier Bardem und Penelepé Cruz stellen alle in den Schatten

Wie immer werden auch in diesem Jahr die Kameras auf das prominenteste Paar des spanischen Kinos gerichtet sein. Javier Bardem und Penelepé Cruz sind schließlich nicht nur verheiratet, sondern in diesem Jahr auch für den gleichen Film nominiert worden: ‘Loving Pablo’. Für den besten Film hat es in diesem Jahr nicht ganz gereicht, aber die beiden Stars werden als bester Hauptdarsteller beziehungsweise beste Hauptdarstellerin gehandelt.

Schon einmal gab es einen Film, für den beide Stars geehrt wurden – bei den Oscars wie beim Goya

Javier Bardem gewann bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter einen Oscar für die Rolle des psychopathischen Killers „Anton Chigurh“ in “No Country for Old Men”, dazu einen Golden Globe, einen Goya und den Europäischen Filmpreis.Penelopé Cruz wurde 2009 als beste Nebendarstellerin für ihre Leistung in “Vicky Cristina Barcelona” mit einem Oscar ausgezeichnet. Schon 1999 hatte sie als beste Hauptdarstellerin für “Das Mädchen deiner Träume” einen Goya erhalten, ebenso wie zehn Jahre später als beste Nebendarstellerin für “Vicky Cristina Barcelona”. 2007 war als beste Hauptdarstellerin für “Volver” mit einem Goya bedacht worden.

Kommentar hinterlassen zu "Javier Bardem, Penelopé Cruz, Maribel Verdú: Warten auf die nächsten Goyas …"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*