Janosch, der eigentlich Horst Eckert heißt, wurde 1931 im schlesischen Zabrze (damals Hindenburg) geboren. Der Vater trank und prügelte, die Mutter war streng katholisch.

Die schwere Kindheit und eine tiefe Sehnsucht nach Harmonie prägen ihn und sein Werk bis heute: In dem bekanntesten Buch "Oh, wie schön ist Panama" (1979) brechen die beiden Freunde Tiger und Bär aus ihrer Welt aus, um den Ort ihrer Träume zu finden – nur um ihn am Ende im eigenen Zuhause zu entdecken.

Janosch versuchte in seinen Büchern, die Welt ein bisschen harmonischer zu beschreiben – um den Blessuren der eigenen Kindheit zu entkommen, wie Kritiker immer wieder betonen. So erfinden Tiger und Bär in "Post für den Tiger" beispielsweise die Briefpost, die Luftpost und auch noch das Telefon, damit ihre Freunde nicht mehr einsam sind.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen hat Janosch für seine Bücher über Freundschaft, Liebe und Sehnsucht nach Geborgenheit erhalten, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis (1979), den französischen Prix Jeunesse (1980) und den Andreas-Gryphius-Preis (1992). 1993 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Insgesamt hat der Autor rund 300 Bücher geschrieben, die in 40 Sprachen übersetzt wurden.

In "Komm, wir finden einen Schatz" suchen Tiger und Bär überall auf der Welt nach Geld und Reichtum, bis sie das wahre Glück daheim bei ihren Freunden finden. Janosch selbst wohnt seit mehr als 30 Jahren mit seiner Lebensgefährtin auf Teneriffa. (SAZ, dpa; Foto: Verlag)