Der Jakobsweg in Spanien lockt Touristen an

Der Jakobsweg in Spanien ist auf vielen Karten verzeichnet.Der Jakobsweg ist heute nicht mehr nur Ziel vieler Gläubiger, auch immer mehr Touristen wollen diese „Attraktion“ besichtigen. Bildquelle: frantic00 – 1198006282 / Shutterstock.com

Der Jakobsweg Camino de Santiago in Spanien ist weltweit bekannt und ein beliebtes Touristenziel. Durch Bücher wie „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling wird der Jakobsweg zunehmend popularisiert. Reisende kommen nicht mehr nur aus Glaubensgründen, sondern auch einfach, weil sie den Jakobsweg sehenswert finden.

Nach der Christianisierung in Europa gingen manche zu Fuß auf Reisen zu christlichen Denkmälern. Die Reisenden hatten dafür unterschiedliche Gründe, sie wollten ihre Sünden angemessen bereuen, sich ihrem Gott näher fühlen oder den Heiligen die Ehre erweisen, die ihnen zusteht. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts entstand der noch heute begangene Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Heutzutage wird der Weg nicht mehr nur aus Glaubensgründen gegangen. Viele Menschen wollen zu sich selbst finden oder ihren Problemen und der Welt entkommen.

Der Weg ist das Ziel

In Europa finden sich viele Pilgerwege, die Jakobswege haben immer das Grab des Heiligen Jakobus zum Ziel. Gekennzeichnet werden die Jakobswege mit der Jakobsmuschel. Beim Jakobsweg geht es allerdings weniger darum, das Grab das Heiligen Jakobus zu erreichen, als um den Weg selbst. Egal aus welchem Motiv heraus, das Pilgern bedeutet immer auch, einen spirituellen Weg zu gehen.

Der Jakobsweg ist heute ein Spaziergang

Während einst zu Fuß gepilgert wurde und so manche Strapaze als gottgewollt galt, ist es heutzutage auch recht bequem möglich, sein Pilgerziel zu erreichen. Gepilgert wird allein oder in Gruppen, was vielen als Motivation dient. Außerdem ist das Pilgern nicht nur zu Fuß möglich, auch auf dem Fahrrad kann der Jakobsweg bestritten werden. Reiseveranstalter machen sich den ansteigenden Tourismus auf den Jakobswegen zu Nutze. Sie bieten Reisen mit Gepäcktransfer, einen Tourguide sowie Hotelübernachtungen mit Vollpension an. Die Hotels sind ohne großen Umweg vom Jakobsweg aus erreichbar. Neben Luxushotels gibt es auch Pensionen oder Bed & Breakfasts. Entsprechend des anhaltenden Andrangs durch viele Touristen sind die meisten Unterkünfte nicht gerade billig. Wer den Jakobsweg entlang geht, der wird außerdem unweigerlich mit einem großen Angebot an Souvenirs konfrontiert. Neben dem klassischen Pilgerstab und der Jakobsmuschel gibt es Postkarten und vielerlei Variationen des Stabs und der Muschel.

Pilgern auf dem Jakobsweg ist eine unvergessliche Reise

Das Ziel einer Pilgerreise ist der Weg selbst. Das ist durch den wachsenden Tourismus leider etwas in Vergessenheit geraten. Der Tourismus hat sicher auch einen positiven Einfluss auf die jeweilige Region – allerdings sollte dabei nicht der Ursprung des Jakobsweges und die eigene Kultur vergessen werden. Wer den Jakobsweg aus spirituellen oder religiösen Gründen gehen möchte, der sollte sich nicht auf alle Angebote von Hotels oder Gaststätten einlassen. Am besten recherchiert man vorher im Internet, um geeignete Übernachtungsmöglichkeiten und andere nützliche Angebote zu finden.

Bildquelle: frantic00 – 1198006282 / Shutterstock.com

 

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