Irland vor Spanien: Die Euro-Schulden-Hitparade

Erlaubt sind nach dem Maastricht-Vertrag nur 60 Prozent. Irland ist der größte Schuldensünder der EU mit einem Staatsdefizit von 14,4 Prozent vom BIP, wie Eurostat in Luxemburg mitteilte.

In der Negativliste der Staaten mit dem höchsten Defizit landete Großbritannien auf dem zweiten Platz (11,4 Prozent) gefolgt von Spanien (11,1 Prozent).

Wegen der Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise verbuchte kein einziger der 27 EU-Mitgliedsstaaten einen öffentlichen Überschuss im vergangenen Jahr. Die kleinsten Haushaltslöcher meldeten Luxemburg (0,7 Prozent Defizit) und Schweden (0,9 Prozent). Besonders in den osteuropäischen Ländern Bulgarien, Lettland und Ungarn sind laut Eurostat die Defizite höher als bislang bekannt.

Bei der Verschuldungsquote liegt Italien mit 116 Prozent des BIP weiter ganz vorne in der EU – das ist fast doppelt so viel wie erlaubt. Staatsschulden sind in Italien ein Dauerbrenner. Mit dieser Zahl lag Rom nach bisherigen Zahlen sogar leicht über Griechenland-Niveau.

Dicht auf Italien folgte Belgien (96,2 Prozent), das derzeit von einer schweren Staatskrise erschüttert wird und seit vier Monaten keine neue Regierung findet. Mit 73,4 Prozent belegt Deutschland den sechsten Platz. Wegen der besseren Wirtschaftslage und höheren Steuereinnahmen betrug das Defizit in Deutschland 2009 wie bekannt 3,0 Prozent.

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