Innenminister: ETA-Angreifer planten möglicherweise Attentat

Die französische Polizei habe in dem Fluchtauto der Angreifer 300 Gramm Chlorat gefunden, das zum Bau von Sprengstoff benutzt werden kann, sagte Innenminister Rubalcaba im Radiosender Cadena SER.

Der Angriff auf die beiden spanischen Beamten, die in Südwestfrankreich im Einsatz waren, sei keine vorsätzliche Tat gewesen, fügte der Minister hinzu. Vielmehr hätten die drei mutmaßlichen ETA-Aktivisten – zwei Männer und eine Frau – die Spanier zufällig in einem Café in Capbreton getroffen.

In Bilbao im spanischen Baskenland demonstrierten am Sonntag tausende Menschen gegen die Haftbefehle, die ein spanisches Gericht gegen 46 angeklagte ETA-Aktivisten erlassen hatte. Auf Spruchbändern standen Sätze wie „Für die Rechte des Baskenlandes“. 

Die spanische Justiz hatte am Freitag Haftbefehl gegen 46 von 52 Angeklagten in einem großen Prozess gegen ETA-Aktivisten erlassen. Als Begründung gab das Anti-Terror-Gericht in Madrid erhöhte Fluchtgefahr angesichts der Bekanntgabe der Urteile am 10. Dezember an. Nach Informationen der Zeitung „El País“ wurden 30 der Angeklagten wegen Mitgliedschaft in der ETA zu Haftstrafen zwischen elf und 22 Jahren verurteilt. 17 weitere Aktivisten müssen laut der Zeitung wegen ihrer Zusammenarbeit mit der ETA zwei bis neun Jahre Haft in Haft, fünf wurden freigesprochen.