Immobilien auf den Balearen: Zwischen Boom und Krise

Wohnungen und Häuser auf Ibiza, Mallorca und Co. sind beliebter wie je zuvor. Ferienimmobilien werden ohnehin immer attraktiver.

Mallorca ist nach wie vor das beliebteste Spanienziel der deutschen Urlauber und für viele von ihnen fast schon ein zweites Zuhause. Hier brachen allerdings die Preise im Zeitraum 2008 bis 2010 um bis zu 25 Prozent ein. Lediglich Top-Lagen mit Ausblick auf das Meer hielten sich besser. Zwar gibt es auf den Balearen nach wie vor noch eine Krise, der Preisdruck ist weitaus niedriger als auf dem Festland. Daten des Statistikamts zufolge fielen die Preise für Neubauten auf den Balearen um 2,7 Prozent. Spitzenobjekte auf Ibiza konnten sogar Preisanstiege von bis zu 10 Prozent verbuchen. Die Balearen sind weiterhin kein Schnäppchenmarkt, dennoch kann die Situation im Gegensatz zum Festland als Boom bezeichnet werden.

Die beliebteste Gegend der Insel Mallorca bleibt nach wie vor Palma inklusive dem Jet-Set-Hafen Port Andratx. Große Apartments mit Meeresblick in beliebten Badeorten kosten mehr als 250.000 Euro, ohne Aussicht auf das Meer gibt es Zwei-Zimmer-Wohnungen bereits ab 180.000 Euro.

Superschnäppchen sind zu finden

Superschnäppchen finden Interessierte gerade zu dieser Zeit. Die größten Rabatte gibt es bei Objekten, die von bankrotten Bauträgern an Banken und Sparkassen zurückfielen. Selbst Neubauten sind teilweise bis zu 50 Prozent reduziert. An der Costa Blanca gibt es Wohnungen mit 65 Quadratmeter Wohnfläche bereits ab 40.000 Euro. Praktisch: Kunden können das Feriendomizil „testen“. Dabei zahlen sie über mehrere Jahre Monatsraten. Gefällt ihnen das Haus nicht, geben sie es zurück. Ansonsten werden die bereits bezahlten Monatsraten auf den Preis der Immobilie angerechnet.

Nicht von der Preisentwicklung abschrecken

Interessierte, die auf der Suche nach einer neuen Immobilie sind, sollten sich nicht von der aktuellen Preisentwicklung in Spanien abschrecken lassen. Angesichts des riesigen Preisangebots ist der Preissturz nicht verwunderlich. In Zeiten des Baubooms wurden Immobilien en gros in die Landschaft gebaut. Interessant für Investoren waren dagegen lediglich die hochwertigen Gebäude mit Meerblick und luxuriöser Einrichtung.

Finca als Inflationsschutz vermieten

Wer sich den Traum von der Ferienwohnung heute verwirklicht, der möchte das neue Domizil nicht sofort nutzen. Bis zu Rente ist die neue Errungenschaft eine Art Inflationsschutz. Die Immobilie wird vermietet und erst mit Eintritt in die Rente von den Besitzern bewohnt. Bis dahin dient das Gebäude auch als Alternative zu Anleihen und Aktien, denn Immobilien sind nach wie vor die besten Anlagen, auch in unsicheren Zeiten.

Vorsicht vor Schnäppchen

Interessierte sollten sich nicht blind auf das nächste Schnäppchen in Mallorca und Co. stürzen. Wichtig für deutsche Investoren ist das Potenzial zur Vermietung. Ein vermeintlich günstiger Kauf kann sich sonst schnell als Fehlinvestition entpuppen. Auch bei Ferienimmobilien entscheidet die Lage. Auf Mallorca sind trotz Krise Immobilien im Südwesten der Insel und mit Meerblick der Insel gefragt.