IBEX verliert rund 3 Prozent

 Nach der Vorstellung eines neuen Sparpakets durch die spanische Regierung hat die Börse in Madrid mit starken Verlusten geschlossen. Am Donnerstag verzeichnete die Börse Kursverluste in Höhe von knapp drei Prozent und schloss bei einem Stand von 8329,6 Punkten. Dafür waren vor allem fallende Aktienwerte spanischer Banken verantwortlich. Die Kreditinstitute sind durch faule Kredite stark belastet. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte am Donnerstag den Finanzbedarf der Banken zum Ausgleich für sie auf 50 Milliarden Euro veranschlagt.

   Die konservative Regierung unter Ministerpräsident Mariano Rajoy will das
spanische Haushaltsdefizit im laufenden Jahr auf 4,4 Prozent des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) reduzieren. Mehreinnahmen in Milliardenhöhe
verspricht sich sein Kabinett unter anderem duch Maßnahmen gegen
Steuerhinterziehung.

   Auch an der Frankfurter Börse verzeichneten Großbanken deutliche
Kursverluste. Die Deutsche Bank verlor am Donnerstag 5,6 Prozent und schloss bei einem Wert von 27,97 Euro, die Commerzbank verlor 4,45 Prozent und beendete den Börsentag bei einem Aktienstand von 1,22 Euro. Insgesamt schloss der deutsche Aktienindex Dax mit einem Verlust von 0,25 Prozent bei 6095,99 Punkten.