Iberischer Luchs: Spanien siegt gegen EU, Straße wird gebaut

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) urteilte nun: Es sei nicht erwiesen, dass eine neue Straße im Naturpark Doñana an der andalusischen Costa de la Luz den Lebensraum des Iberischen Luchses zerstückele.

Die EU-Kommission war rechtlich gegen Spanien vorgegangen, weil das Land angeblich europäische Vorschriften für Naturschutzgebiete verstieß. In dem Park war ein Feldweg zu einer Straße ausgebaut worden.

Die Luxemburger EU-Richter berichteten am Donnerstag, dass die Situation in Doñana "möglicherweise nicht befriedigend" sei. Es gebe aber keine Beweise, dass Spanien gegen EU-Recht verstoßen habe.

Der Iberische Luchs ist fast ausgerottet. Es soll weniger als 150 Exemplare des Einzelgängers geben. Der Naturpark Doñana steht seit 2006 auf der Natura 2000-Liste für ökologische Schutzgebiete der EU.

Das Gericht gestand zu, dass die Straße die Gefahr für Unfälle mit den Tieren erhöhe. Zwar seien zwischen 2000 und 2004 zwei Luchse auf dem Feldweg zu Tode gekommen. Doch seit 2004 Wildübergänge und Schutzzäune gebaut wurden, sei kein Luchs mehr überfahren worden. (dpa, SAZ)

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