Hunde in Spanien wünschen sich ein Leben in Deutschland

Windhund steht in der Natur.Während für viele Deutsche der Hund das Ein und Alles ist, ist die Liebe zu den Vierbeinern in Spanien längst nicht so stark ausgeprägt. Bildquelle: elisabettabellomi / pixabay.com

In Deutschland gehören Hunde in vielen Haushalten längst zur Familie. Alleine im Jahr 2017 lebten hierzulande 9,2 Millionen Hunde in den Haushalten, darunter beliebte Rassen wie der Schäferhund und der Golden Retriever. Anderswo in Europa sieht die Lage für Hunde indes nicht so rosig aus. So werden in Spanien Hunde gerade zum Ende der Jagdsaison immer noch misshandelt oder sogar getötet. Viele Vierbeiner leben auf der Straße und fürchten den Tod.

Liebe zu Hunden ist in Spanien nicht so stark ausgeprägt

Windhund steht in der Natur.

Während für viele Deutsche der Hund das Ein und Alles ist, ist die Liebe zu den Vierbeinern in Spanien längst nicht so stark ausgeprägt. Bildquelle: elisabettabellomi / pixabay.com

Hunde haben in Spanien keinen leichten Stand. Ganz anders die Lage in Deutschland: Wir sind nahezu hundefanatisch – es gibt neben den Katzen keine Tiere, die wir lieber als Haustiere halten. Viele Deutsche kümmern sich gut um Ihre Vierbeiner, lassen sie in einem Wasserpark für Hunde herumtollen und geben jährlich Unmengen an Geld aus, damit es dem Tier gut geht. In Spanien dagegen leben viele Hunde auf der Straße, müssen teils unter widrigsten Umständen um das Überleben bangen. Teilweise werden sie auch aus Frust von unzufriedenen Besitzern ausgesetzt oder sogar erhängt oder verbrannt. Doch es gibt Hoffnung:

 

  • Immer mehr Hilfsorganisationen und Tierschützer retten die Hunde aus der Verwahrlosung und überführen diese auch nach Deutschland
  • In ganz Europa finden regelmäßig Proteste gegen Misshandlungen von Hunden statt

Windhunde trifft in Spanien ein besonders schweres Schicksal

Eine Rasse hat es in Spanien besonders schwer – das sind die Windhunde, die dort den Namen „Galgos“ tragen. Experten gehen davon aus, dass jedes Jahr 50.000 Tiere ausgesetzt oder getötet werden, wenn diese nicht mehr gebraucht werden. Die missliche Lage basiert auch darauf, dass Spanien das einzige Land in der Europäischen Union ist, wo die Jagd mit den Galgos noch erlaubt ist. Dies resultiert in überfüllen Tierheimen, hauptsächlich präsent sind dort die Windhunde. Alarmierend ist auch die aller Wahrscheinlichkeit nach hohe Dunkelziffer bei Galgo-Misshandlungen, die nie aufgeklärt werden. Die offiziell bei der Polizei registrierte Zahl von Fällen geht jährlich trotzdem in die Hunderte. Viele Hunde, die noch irgendwie aus den Fängen sorgloser Besitzer befreit werden können, haben ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen:

  • Viele Hunde sind für immer traumatisiert
  • Sie sind aggressiv und nur schwer an neue Besitzer vermittelbar
  • Sie können keine Nähe mehr zu einem neuen Besitzer aufbauen

Manche Hunde verarbeiten die Erlebnisse nie, sodass selbst Hunde-Psychologen an Grenzen stoßen.

Viele Mittelmeerländer bieten Hunden keine guten Lebensbedingungen

Anzahl der in Europa lebenden Hunde im Jahr 2017 nach Ländern.

In Europa lebten im Jahr 2017 in Russland mit großem Abstand die meisten Hunde, gefolgt von Deutschland und Großbritannien. Statistikquelle: FEDIAF, Statista

Beim Blick über die spanischen Grenzen hinaus ist feststellbar, dass es sich nicht um das einzige Land in der Europäischen Union handelt, wo die Lage für Hunde brenzlich ist. Folgende Mittelmeerländer sind ebenfalls betroffen:

  1. Portugal
  2. Italien
  3. Frankreich

Keinen direkten Zusammenhang gibt es indes gemäß obiger Grafik zwischen der Gesamtzahl der in einem Land lebenden Hunde und der Qualität ihrer Haltungs- oder Lebensbedingungen. So lebten vor zwei Jahren mit großem Abstand die meisten Hunde in Russland, 16,4 Millionen waren es an der Zahl. Mit großem Abstand auf Platz zwei lag Deutschland mit immerhin noch 9,2 Millionen Vierbeinern. Spanien liegt im Vergleich abgeschlagen auf Platz sieben mit etwa 6,2 Millionen Hunden. Den dort und in den anderen genannten Ländern leidenden Hunden kann mit einem Beitritt in eine der Hilfsorganisationen für Straßenhunde geholfen werden.

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