Homo-Ehe in Gefahr? Katholiken demonstrieren für die klassische Familie

Bei einem Großgottesdienst in der spanischen Hauptstadt Madrid haben am Freitag zehntausende Menschen für den Erhalt der traditionellen Familie gebetet.

Erzbischof Antonio María Rouco Varela bekräftigte vor den unter freiem Himmel versammelten Gläubigen die Ansicht der katholischen Kirche, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden dürfe. Zudem sprach er sich kategorisch gegen Abtreibungen aus. Der Geistliche verlas auch eine Botschaft von Papst Benedikt XVI., in der dieser die Familien aufforderte, sich von der Kirche leiten zu lassen.

Spaniens frühere sozialistische Regierung hatte in den vergangenen Jahren eine Reihe von Reformen durchgesetzt, die von katholischer Seite scharf kritisiert werden. Vor allem geht es um die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen, beschleunigte Scheidungsverfahren und einen vereinfachten Zugang zu Abtreibungen.

Seit der vergangenen Woche wird Spanien von dem konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy regiert, dessen Partei bei der vorgezogenen Parlamentswahl im November die absolute Mehrheit errungen hatte. (AFP, SAZ)