Hochtief trickst: “ACS soll sich an Leighton verschlucken”

Bei der australischen Wertpapieraufsichtsbehörde ASIC sei beantragt worden, dass ACS nach dem Erwerb der effektiven Kontrolle über Hochtief auch für dessen australische Tochter Leighton ein Übernahmeangebot machen müsse.

Hochtief ist mit etwa 54,5 Prozent an den Australiern beteiligt. Sollte die ASIC dem Antrag stattgeben, würde dies die Übernahme für ACS verteuern.

Der vom Real-Madrid-Präsidenten Florentino Perez (Bild) geführte spanische Konzern hatte im September überraschend angekündigt, seinen Hochtief-Anteil mit einem Übernahmeangebot an die Aktionäre auf über 30 Prozent erhöhen zu wollen. Anschließend soll dann mit Zukäufen an der Börse die Beteiligung auf über 50 Prozent aufgestockt werden.

Deutsche und spanische Aktionärsschützer schalteten inzwischen die EU-Kommission in den Streit ein. Die Brüsseler EU-Behörde soll nun prüfen, ob die angekündigte Übernahme-Offerte von ACS mit den Binnenmarkt-Regelungen der Europäischen Union vereinbar ist.

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