Golpe de Autoridad: So nennt man in Spanien, was Real Madrid am Sonntag abend vollbracht hat.  Mit sieben Toren wurde Aufsteiger Valladolid aus der spanischen Hauptstadt gefegt.

Nach dem Unentschieden von Barcelona in Sevilla, wo die Katalanen eigentlich zur Aufholjagd blasen wollten, war dieser Sieg ein Zeichen für die Kräfteverhältnisse, die in der Primera División herrschen: Erst kommt Real Madrid … und dann – jetzt acht Punkte dahinter – der FC Barcelona.

Ein Tor war schöner als das andere, ein Traumpass von Guti tödlicher als der andere. Doppelpässe mit Raúl, geradezu blindes Verständnis mit dem eingewchselten Drenthe, lange Bälle auf Robben, treffsicher: Guti ist derzeit mit Abstand der beste Kicker Spaniens – eine Schande, dass er in der Nationalelf keine Chance hat. Gegen Valladolid bereitere er fünf Tore vor, zwei schoss er selbst: Guti machte das perfekte Spiel.

Bernd Schuster hat sich mit diesem Sieg erneut ein kleines Denkmal in Madrid gesetzt, die zufriedene Miene von Vereinspräsident Calderón auf der Tribüne sprach Bände. Wenn er will, kann Schuster diesen Verein bis an sein Lebenseinde trainieren.

Bayern unentschieden, Dortmund verliert – und wie immer das ewige Gemecker über die Schiedsrichter

In der Bundesliga spielten Bayern München und Werder Bremen 1-1, Schalke gewann in Dortmund mit 3-2. Die Frage nach der besten Liga Europas hat mit dem Sieg und der spielerischen Leistung Reals eine neue Schlagseite in Richtung iberische Halbinsel bekommen.

Für Aufregung sorgten beim „Super-Sonntag“ der Bundesliga nämlich weniger die Spieler, als vor allem die Schiedsrichterleistungen – wie so oft, wenn auf dem Platz eher wenig erfreuliches passiert. Dabei wurden die Bayern tatsächlich zweimal fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen – Oli Kahn quittierte es mit  einigen seiner üblichen Ausrastern, die er in seinem Alter eigentlich gar nicht mehr nötig hätte.

Vor allem aber die Dortmunder waren von der eigenen (schlechten) Leistung so angetan, dass sie Gespenster sahen. Eine klare rote Karte gegen Dedé verwiesen die Vereinsverantwortlichen ohne Skrupel ins Reich der Ungerechtigkeit und gaben damit erneut zu erkennen, dass sie einfach nicht verlieren können. Und dass sie es wohl in Ordnung finden, wenn auch ihre Spieler statt guten Fußball zu spielen lieber pausenlos reklamieren. 

FC Valencia siegt gegen Betis Sevilla

Der FC Valencia siegte mit Timo Hildebrand im Tor gegen Betis Sevilla mit 3-1, Valencia hat sich damit ein wenig von der Abstiegszone entfernt und nimmt stattdessen Kurs auf die UEFA-Pokal-Ränge.

Bild: (www.marca.com)