„Viva San Fermín! Gora San Fermín! Ein schönes Fest Euch allen!“ rufen am 6. Juli tausende in weiß und rot gekleidete Menschen in der Altstadt von Pamplona.

Acht Tage lang dauert die Fiesta zu Ehren des Patrons San Fermín. Die Stierrennen und der schier endlose Alkoholkonsum der Teilnehmer haben das Fest in der ganzen Welt bekannt gemacht.

Ernest Hemingway gefiel das bunte Treiben so gut, dass er 1924 sein berühmtes Buch „Fiesta“ dazu schrieb. In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal Hemingways Todesjahr. Die Hotels sind, wie in jedem Jahr, nahezu ausgebucht.

Menschen aus aller Welt feiern die San Fermínes und rennen ab acht Uhr morgens mit sechs ausgewachsenen Stieren durch die Altstadt. Die Strecke ist immerhin 800 Meter lang. Kein Zuckerschlecken, vor allem, wenn man entweder frisch mit Bier abgefüllt ist, oder noch an den Nachwirkungen des Vortages zu knacken hat.

Kein Wunder, dass in jedem Jahr zahlreiche Verletzte zu beklagen sind, die meisten davon Ausländer.

Sie stürzen in den engen Gassen auf das rutschige Kopfsteinpflaster und werden von anderen Teilnehmern oder gar den Stieren überrannt. Seit 1924 kamen bei den Stierrennen 13 Menschen ums Leben. Vorher hatte man noch keine Statistik geführt.