Held in Madrid: Feuerwehrmann rettet drei Kinder vor dem Tod

In Madrid wird derzeit der Feuerwehrmann als Held gefeiert, der die einzigen drei überlebenden Kinder aus der Unglücksmaschine von Madrid gerettet hat. 

"Dieser Feuerwehrmann ist – vielleicht ohne es zu wollen – zum absoluten Helden geworden", schrieb die spanische Zeitung "El Mundo" in ihrer Onlineausgabe. 

Vor Journalisten berichtete Francisco Martinez am Donnerstag von seinem Einsatz.

Eine Mutter fleht den Feuerwehrmann an "Bitte rette zuerst meine kleine Tochter!"

Als er an der Absturzstelle angekommen sei, habe ihn eine Mutter gebeten, ihre Tochter Maria zuerst zu retten. Die 41-jährige Frau habe den Feuerwehrleuten ihr Kind übergeben. 

Sie selbst habe habe das Unglück, bei dem insgesamt 153 Menschen starben, nicht überlebt. "Am Anfang waren dort zu wenige Feuerwehrleute", sagte Martinez weiter. Marias Mutter ist mittlerweile beerdigt worden.

NEWS: Flugkatastrophe: Zwei Überlebende im Todeskampf 

Der Feuerwehrmann besuchte Maria, die ein gebrochenes Bein hat, am Donnerstag in einem Madrider Krankenhaus. "Das Mädchen war vollkommen verwirrt, trotz der Vielzahl an schweren Verletzungen sprach oder beklagte sie sich nicht", sagte er. 

Auch der Vater des Mädchens zählte zu den insgesamt 19 Überlebenden des Unglücks, während ihre ältere Schwester starb. 

Ein Sechsjähriger fragt: "Ist das alles nur ein Film?"

Martinez rettete auch zwei Jungen das Leben, nachdem das Flugzeug der Fluggesellschaft Spanair am Mittwoch kurz nach dem Start verunglückte. Er zog einen sechs und einen acht Jahre alten Jungen aus den Trümmern der Maschine. 

Der Sechsjährige habe ihn anschließend gefragt, ob das Unglück wirklich real sei, sagte Martinez. "Er dachte es wäre ein Film und fragte, wo sein Vater sei und wann der Film ende." Der kleine Junge liegt derzeit mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus, ist aber schon wieder auf dem Weg der Besserung. 

FORUM: Flugzeugunglück in Madrid – Trauer in Spanien

Seine 82 Jahre alte Großmutter kümmert sich in dieser Zeit um ihn, während seine Mutter mit schwersten Verletzungen in einem anderen Krankenhaus untergebracht worden ist und im Koma liegt. 

"Ich möchte, dass Mama bei mir im Zimmer schläft", bettelt der Junge immer und immer wieder. Noch weiß er nichts vom ungewissen Schicksal seiner Mutter. Auch vom Tod seines Vaters, eines der 153 Todesopfer, hat man ihm bisher nichts erzählt.

Der Junge hat überlebt, seine kleine Schwester ist tot

Der Achtjährige hat ein gebrochenes Bein. Seine Mutter sitzt Tag und Nacht bei ihm und "schlägt sich sehr tapfer", wie Prinzessin Letizia nach einem Besuch am Krankenbett den spanischen Medien berichtete. "Sie steckt jetzt all ihre Kraft in den kleinen Roberto", erklärt sie. Ihre kleine Tochter wurde bei dem Flugzeugunglück getötet. 

Weiter lesen:

NEWS: Spekulationen gehen weiter: Welches Problem hatte der Pilot? 

NEWS: Letzte SMS aus Todesflieger: "Wir dürfen nicht aussteigen" 

NEWS: Experten rätseln: Welche Ursachen lösten den Absturz aus? 

NEWS: Profitgier, Chaos, Schlamperei: Spanair unter Druck 

NEWS: Flucht aus Todesflieger: "Die Maschine hatte kein Dach mehr"

NEWS: Schweigeminuten für die Opfer – nur nicht in Peking!

NEWS: Überlebende in Madrid: "Ich sprang einfach nach draußen"

NEWS: Flug in den Tod: "Die Maschine hätte nie starten dürfen!"

NEWS: Tragödie in Madrid: Das bange Warten der Angehörigen

NEWS: Verunglückte Spanair: Erster Start wurde von der Crew abgebrochen 

NEWS: 153 Tote, nur 19 überleben, Mediziner identifizieren Leichen