Hartz 4 oder Dritte Welt? “Spanien will an 640 Euro festhalten”

Die neue konservative Regierung von Mariano Rajoy will den derzeitigen Mindestlohn in Höhe von monatlich rund 640 Euro vorerst nicht erhöhen

Das vermuten die zwei großen Gewerkschaften CCOO und UGT am Mittwoch unter Berufung auf ein Schreiben der Regierung in Madrid.

Die Regierung wolle das am Freitag im Rahmen eines ersten Sparpakets zur Überwindung der Wirtschaftskrise bekanntgeben.

CCOO und UGT hatten Mitte Dezember in einem Schreiben an die Regierung in Erinnerung gebracht, dass der Mindestlohn gemäß der Europäischen Sozialcharta 60 Prozent des durchschnittlichen Nettogehalts in den EU-Staaten gleichkommen müsse. Dementsprechend müsse der Mindestlohn in Spanien bis auf monatlich rund 1026 Euro angehoben werden.

Der Mindestlohn war für 2011 um 1,3 Prozent auf den jetzigen Stand erhöht worden. Die im November abgewählte sozialistische Regierung von José Luis Rodríguez Zapatero wollte den Minimallohn bis 2012 auf 800 Euro anheben. Wegen der Krise hatte sie dieses Ziel jedoch aufgegeben.