Hagelkörner und Preisvergleiche: Was 2014 bei der Autoversicherung zu beachten ist

Unterwegs ohne Führerschein und ohne Versicherung für das Auto, dafür mit gefälschten Nummernschildern? Ausgerechnet der frühere griechische Verkehrsminister Michalis Liapis (62) ist im vergangenen Dezember wegen dieser Vergehen von einem Athener Gericht zu vier Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden.

Die vier Jahre Gefängnis kann Liapis, der vor Gericht nicht erschienen war, zu einem Tagessatz von 50 Euro in eine Geldstrafe umwandeln. Dafür, dass er seinen Wagen nicht versichert hatte, muss der Ex-Minister noch einmal 3000 Euro zahlen.

Vorsicht: Punktereform zum 1. Mai 2014

Liapis, der von 2004 bis 2007 amtierte, hatte seine Nummernschilder nach Darstellung der Polizei beim Steueramt abgegeben, um künftig keine Kfz- und Luxussteuern mehr zahlen zu müssen. Dann hätte er die gefälschten Schilder montiert.

Dabei sind Betrügereien im Straßenverkehr eigentlich unnötig. Vor allem wenn man weiß, wie man legal Geld sparen kann. Oder mit dem Wissen um die Punktereform zum 1. Mai 2014 oder der Warnwestenpflicht ab 1. Juli – zum Beispiel bei http://blog.directline.de/autofahrer-in-2014/

Beim Abschluss einer Versicherung sollte man zunächst prüfen, ob man eine Kfz-Kasko-Versicherung braucht (diese deckt die Kosten bei Beschädigung des eigenen Wagens ab, sie wird in die Vollkasko- und die Teilkasko- Versicherung unterteilt). Oder ob eine einfache Haftpflicht vielleicht ausreicht. Wer schon versichert ist, sollte regelmäßig überprüfen, ob er noch beim richtigen Versicherer ist. Denn wechseln lohnt sich: Eine aktuelle Studie belegt steigende Kosten und enorme Preisunterschiede von bis zu 1.338 Euro bei Kfz-Versicherungen. Um sich über den günstigsten Tarif zu informieren, gibt es viele Möglichkeiten. Ein Weg sind Online-Vergleichsportale, die Angebote verschiedener Versicherungen prüfen. Allerdings ist auch hier Achtsamkeit geboten: Sie sind nicht immer unabhängig bzw. bieten oftmals nicht die Tarife aller Versicherungen und somit nicht unbedingt das preiswerteste Angebot an. Ohne Einschränkungen empfehlenswert, da unabhängig und unkompliziert zu handhaben, ist z.B. das kostenlose Berechnungstool NAFI.

Rekord-Hagelkorn macht Versicherungen teurer

Wie selbst ein Hagelkorn Auswirkungen auf Kfz-Versicherungen haben kann, zeigt das vergangene Jahr – allerdings hatte das Korn die Größe einer Pampelmuse und ist in die Geschichte der deutschen Versicherungswirtschaft eingegangen. Mit einem Durchmesser von 14 Zentimetern stellte der Eisbrocken alles in den Schatten, was je bei einem Unwetter vom Himmel fiel. «Ein Rekord für Deutschland», stellte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re fest, der die Naturkatastrophen in aller Welt jährlich auflistet. Auch sonst übertraf der Hagelsturm «Andreas», bei dem das XXL-Korn im Juli gefunden wurde, alle Rekorde: Keine andere Naturkatastrophe weltweit hat die Versicherungen im Jahr 2013 soviel Geld gekostet. Für die Versicherungskunden in Deutschland dürfte das nicht ohne Folgen bleiben.

Auch Autofahrer müssen sich auf Prämienerhöhungen gefasst machen – und das nicht etwa, weil sie rasen wie die Formel-1-Stars. Öffentlich will zwar kaum ein Kfz-Versicherer über Preiserhöhungen sprechen. Das Vergleichsportal Transparo prognostizierte jedoch, dass Neukunden in der Kfz-Haftpflicht im Schnitt 3,4 Prozent höhere Beiträge zu erwarten haben. Günstiger wird die Versicherung meist mit eigener Garage, die auch vor Hagel schützt. 11 Prozent Preisvorteil gegenüber Laternenparkern sind nach einer Analyse der Zeitschrift «Finanztest» drin, wenn das Auto ein Dach über der Karosse hat.