Griechenland-Krise: “Deutschland und Merkel handeln einseitig”

Zur Situation in Griechenland nach dem gescheiterten Vorstoß von Ministerpräsident Giorgos Papandreou für ein Referendum und seinem Rückzug als Regierungschef schreibt die linksliberale spanische Tageszeitung:

„Der Rücktritt von Papandreou hat deutlich gemacht, dass es Probleme gibt, denen die EU und die Länder der Euro-Zone nicht mehr aus dem Wege gehen können. Die zunehmend einseitigen Maßnahmen, die von Deutschland und Frankreich ergriffen werden, führen dazu, dass die Politik der Regierungen, die diese Maßnahmen umsetzen müssen, in ihren Ländern immer mehr infrage gestellt wird.

Giorgos Papandreou hat auf eine zweifellos irrtümliche Weise eine Realität zum Ausdruck gebracht, die dennoch berücksichtigt werden muss: Es gibt politische Grenzen bei dem wirtschaftlichen Management der Krise. Die Antwort darf nicht darin bestehen, dass diese Grenzen ignoriert werden, wie Merkel und Sarkozy anscheinend zu verstehen geben. Sie müssen teil der Überlegungen über den Weg sein, den man verfolgen soll.“