Google: Blaues Auge in Spanien! “Recht auf Löschung von Daten – sonst nichts”

Der Spanier Mario Costeja González, der in einem Datenschutzverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) einen Erfolg über die Internet-Suchmaschine Google errungen hat, will von dem US-Konzern keinen Schadensersatz verlangen. «Ich habe von Google kein Geld gefordert und werde das auch nicht tun», sagte der Graphologe der Zeitung «El Periódico de Catalunya».

«Ich habe nur für das Recht auf Löschung von Daten gekämpft, die die Ehre, die Privat- oder Intimsphäre von Menschen beeinträchtigen können, die nicht zur Prominenz gehören», betonte der Wissenschaftler, der in La Coruña im Nordwesten Spaniens als graphologischer Gutachter arbeitet.

«Ich glaube, dass es hierbei nicht um ein Recht auf das Vergessen geht. Das ist eine andere Sache.» Er selbst sei von der Entscheidung des EuGH überrascht worden. «Google war vorher schon ein gutes Instrument, jetzt ist es perfekt; denn nun gibt es einen Mechanismus, der es erlaubt, die Privatsphäre und Ehre zu schützen.»

Der EuGH hatte am Dienstag für viele Beobachter überraschend entschieden, dass Google unter Umständen verpflichtet ist, Links in seinen Suchergebnissen zu löschen. Costeja González hatte geklagt, weil er in der Verbindung seines Namens mit einer lange zurückliegenden Zwangsversteigerung eine Verletzung seines Persönlichkeitsrechts sah.