Genie Guti rettet Real – Valencia feuert Trainer

So kam es, dass Real erst in der Schlussphase seinen Sieg einfahren konnte, die Mannschaft von Bernd Schuster gewann mit 3-1, nachdem Deportivo sein 1-1 zur Pause lange Zeit gut verteidigend festhalten konnte. Die Truppe war sogar in Führung gegangen, ehe van Nistelrooy per Elfmeter ausgleichen konnte.

Am Ende aber ist man momentan gegen Guti (Bild) einfach machtlos, zwei Traumpässe, kurz und hart gespielt, fanden einmal Raúl, ein anderes Mal Robinho, und so war die Sache gelaufen. Schlecht für Madrid ist nur, dass außer Guti sonst niemand solche Pässe spielen kann, und auf eine andere Weise so gut wie keine Torchancen zustande kommen.

Egal: Real führt die Tabelle der Primera División mit 22 Punkten an, vor dem FC Barcelona mit 20 Punkten. Die Katalanen schossen gegen Aufsteiger Almería zwei Tore, die Neulinge keins. Für Barcelona trafen Henry und Messi mit einem unberechtigten Elfmeter.

Verfolger Villareal und der FC Valencia scheiterten grandios in ihrem Bemühen, mit den „Großen“ mitzuhalten. Villareal verlor 1-4 in Zaragoza, Valencia 0-3 gegen den FC Sevilla. Die Andalusier spielten zum ersten Mal seit Jahren ohne ihren Trainer Juande Ramos, der es vorzog, mitten in der Saison nach England zu wechseln. Sie spielten besser denn je.

FC Valencia feuert seinen Trainer mitten in der Nacht

Der Vorstand des FC Valencia hatte nach der Niederlage die Nase voll. Nach dem miesen Kick seiner Profis am Sonntag gegen den FC Sevilla wurde Trainer Quique Sanchez Flores entlassen, und zwar noch in der Nacht zum Montag, exakt um acht Minuten vor vier Uhr in der Früh.

Der Verein zog damit die Konsequenzen aus den unbeständigen Leistungen seiner Angestellten, die zwar in der Liga auf Platz vier stehen und auch in der Champions League schon gewonnen haben, aber eben auch hin und wieder verlieren, und zwar auf besorgniserregende Weise.

Am Sonntag musste Torwart Timo Hidebrand gleich dreimal hinter sich greifen, der Junge aus Stuttgart ist wirklich nicht zu beneiden (außer für sein Gehalt natürlich). Jeder Schuss ein Treffer, wie man so schön sagt, und im Sturm der Valencianer herrscht derzeit Flaute.

Neuer Trainer in Valencia ist erst einmal Amateurtrainer Óscar Fernández, der Verein wird sich wohl jetzt einen neuen Übungsleiter suchen.