Köln (ots) –

Fairplay auch abseits des Spielfeldes: Das beweist der VfB Stuttgart mit seiner neuesten Merchandising-Kollektion. Die insgesamt 35 Kollektionsteile sind die ersten Kleidungsstücke auf dem deutschen Markt, deren Lieferkette nach dem Fairtrade-Textilstandard zertifiziert ist. Damit geht der Bundesligist einen wichtigen Schritt, um die Arbeitsbedingungen, vor allem die Lohnsituation in Indiens Textilsektor, zu verbessern: „Bei der Produktion unserer Kollektionen geht es nicht nur um Qualität, sondern auch um eine verantwortungsvolle Produktion, sprich um ökologische Grundprinzipien und faire Löhne. Deshalb wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen und sind sehr stolz, mit Brands Fashion einen Textilpionier an Bord zu haben, mit dem wir gemeinsam daran arbeiten können, den Anteil fairer Textilien im Sortiment weiter auszubauen“, erklärt Jens Bräunig, Direktor B2C des VfB Stuttgart. Bisher waren Fan-Artikel wie T-Shirts, Hoodies oder Schlafanzüge GOTS-zertifiziert und aus Fairtrade-Bio-Baumwolle. In Zukunft nimmt der VfB die komplette Wertschöpfungskette stärker in den Blick.

Brands Fashion – Fairtrade-Pionier der ersten Stunde

Produziert werden die Kollektionsteile vom Textilunternehmen Brands Fashion im indischen Tiruppur: „Wir möchten eine strukturelle Veränderung in der asiatischen Textilproduktion einleiten und die Grundvoraussetzung dafür schaffen, dass Menschen von ihrem Lohn nicht nur überleben, sondern gut davon leben können und in der Lage sind, in die eigene Gesundheitsvorsorge oder die Ausbildung ihrer Kinder zu investieren“, so Mathias Diestelmann, CEO von Brands Fashion. Seit 2016 setzt sich das Buchholzer Unternehmen für den Aufbau einer fairen Textilproduktion nach dem Fairtrade-Textilstandard ein. „Fünf Jahre hat es gedauert, diesen starken Standard in der gesamten Lieferkette umzusetzen. Kein anderer Standard ist so anspruchsvoll und verlangt derart viel von den beteiligten Akteuren. Dafür ist er auch der Einzige, der einen wirklichen Unterschied für Arbeiterinnen und Arbeiter macht“, sagt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von Fairtrade Deutschland.

Als einziger Standard am Markt gibt er einen Zeitrahmen von sechs Jahren für die Erreichung existenzsichernder Einkommen vor. In der Regel wird in der Textilindustrie weltweit lediglich der gesetzlich festgelegte Mindestlohn gezahlt – zum Teil sogar weniger. Ein sogenannter existenzsichernder Lohn liegt deutlich darüber und ermöglicht Familien, Investitionen in die Zukunft sowie das Sparen für Notlagen.

Hintergrund Fairtrade-Textilstandard

Der Fairtrade-Textilstandard zielt darauf, die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der gesamten Textilindustrie zu verbessern. Neben Schulungen und Trainings für Beschäftigte und Management, gibt es ein Traineeprogramm speziell für junge Angestellte. Auch Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Stärkung demokratischer Strukturen spielen eine zentrale Rolle.

Um Produkte mit dem Textilsiegel auszeichnen zu dürfen, muss die gesamte Lieferkette zertifiziert sein – von den Entkörnungsbetrieben, Spinnereien, Stoffproduktion über Färbereien bis zu den Konfektionierungsbetrieben. Die verwendete Baumwolle wird von Fairtrade-Produzenten angebaut und ist nach dem Fairtrade-Baumwollstandard zertifiziert und gehandelt. Zudem muss jedes Produkt ein Etikett tragen, das Auskunft darüber gibt, wie weit das jeweilige Unternehmen oder die Marke auf dem Weg zu existenzsichernden Löhnen ist. Verbraucher können so auf einen Blick erkennen, ob das Produkt aus einer Lieferkette stammt, in der existenzsichernde Löhne bereits erreicht wurden.

Weiterführende Informationen:

– Link zum VfB/Brands/Fairtrade-Film: http://fairtr.de/VfB_Textilstandard
– Link zum Fairtrade-Code: https://ots.de/mMymSA
– Weiter Infos zum Fairtrade-Textilstandard: https://fairtrade-deutschland.de/Siegel mit dem Fairtrade-Code 34261001

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Quelle: ots