Münster (ots) –

– Kräftiger Beitragsanstieg in der Schaden-/Unfallversicherung
– Umsetzung der Fusion kommt gut voran
– Investitionen in digitale Infrastruktur zahlen sich aus

Münster (ots) – Der fusionierte Provinzial Konzern blickt auf ein erfolgreiches erstes Geschäftsjahr zurück. „Wir freuen uns, dass wir trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie und die Fusion einen richtig guten Start als gemeinsamer Konzern hingelegt haben“, erläutert Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Breuer.

Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft konnten alle Provinzial Gesellschaften erfolgreich wachsen. Der Provinzial Konzern erreichte insgesamt eine kräftige Beitragssteigerung von 3,8 % auf 3,82 Mrd. Euro und hat somit die Marktentwicklung deutlich übertroffen. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet für das Kompositgeschäft branchenweit einen Anstieg der gebuchten Beitragseinnahmen von 2,3 %.

In der Lebensversicherung konnte die Provinzial Rheinland Lebensversicherung die Beitragseinnahmen erfolgreich steigern; die Provinzial NordWest Lebensversicherung hatte hier einen Rückgang zu verzeichnen, vor allem aufgrund des volatilen Einmalbeitragsgeschäfts. Insgesamt verringerten sich die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung um 2,7 % auf 2,55 Mrd. Euro. Die Marktentwicklung wird laut GDV bei minus 0,4 % erwartet.

Die gesamten Beitragseinnahmen der Versicherungsunternehmen des Provinzial Konzerns konnten auch im Pandemiejahr um 1,1 % auf rund 6,4 Mrd. Euro gesteigert werden. Dies ist ein stärkerer Anstieg als im entsprechenden Gesamtmarkt, der in Deutschland um 0,7 % gewachsen ist.

„Alle unsere Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner in den Regionen und alle Mitarbeitenden an den Konzernstandorten haben mit großem Engagement zur guten Konzernentwicklung beigetragen. Auch in schwierigen Zeiten sind wir ein verlässlicher Partner und konnten durch eine tadellos funktionierende Technik in vollem Umfang weiter für unsere Kundinnen und Kunden da sein“, so Provinzial Chef Dr. Wolfgang Breuer. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie arbeiten bis zu 80 % der Mitarbeitenden aus dem Homeoffice. Im Vertrieb wurden auch die digitalen Beratungsmöglichkeiten an der Kundenschnittstelle intensiv eingesetzt.

Gegenüber dem schadenarmen Vorjahr sind die Schadenaufwendungen im Geschäftsjahr 2020 leicht gestiegen. Dies ist insbesondere auf die Februarstürme „Sabine“ und „Victoria“ sowie einige Großschäden zurückzuführen. „Unsere Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) wird aber mit voraussichtlich 84 % deutlich unter dem erwarteten Branchenschnitt von 89 % liegen,“ so der Vorstandschef. „Wir werden ein stabiles und gutes Ergebnis zeigen, auch trotz der außerordentlichen Belastungen durch die Fusionsaufwendungen.“

Die Fusion zwischen den beiden Provinzial Unternehmen war zum 1. September 2020 mit Rückwirkung zum Jahresbeginn 2020 vollzogen worden. „Trotz der nur kurzen gemeinsamen Zeit seit September sind wir bereits seit Anfang dieses Jahres in einer Startaufstellung des fusionierten Konzerns übergreifend organisiert unterwegs. Alle sind hochmotiviert, etwas richtig Gutes aus der Fusion zu machen“, berichtet Breuer. Die Perspektive müsse immer in Richtung Kundinnen und Kunden ausgerichtet sein und dürfe nicht so sehr den Fokus nach innen haben. So sind die in beiden ehemaligen Provinzial Unternehmen aufgestellten Programme zur Kundenbegeisterung bereits Ende 2020 zusammengeführt worden: „Das hat für uns Top Priorität.“

Der Provinzial Chef kündigte weitere Investitionen in digitale Kunden-Themen und Prozessverbesserungen an. Dabei spiele die regionale Verankerung und die umfassende Betreuung durch die Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner vor Ort nach wie vor die herausragende Rolle. „Wir gehören jetzt zu den Top 10 im deutschen Markt, bündeln unsere Kräfte und nutzen konsequent neue Größenvorteile; aber unser Herz schlägt regional, das wird auf jeden Fall auch so bleiben, das ist unsere unnachahmliche Stärke.“

Der Provinzial Versicherungskonzern gehört mit Gesamtbeitragseinnahmen von über sechs Milliarden Euro zu den großen deutschen Versicherungsgruppen. Im Geschäftsgebiet des Konzerns im Norden und Westen Deutschlands leben rund 26 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Die Regionalversicherer des Konzerns sind fest im Rheinland, Westfalen, Lippe, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Rheinland-Pfalz verwurzelt. Sie engagieren sich vielfältig im sozialen und kulturellen Bereich, bei der Schadenverhütung sowie im Breiten- und Spitzensport.

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