Fußballfest in Madrid, Zuschauer feiern Robinho und Real

Sage und schreibe 38 Mal schoss Real Madrid beim Champions-League-Spiel gegen Olympiacos Piräus auf das Tor der Griechen, diese kamen zu 22 Versuchen, ein Tor zu erzielen – für ein Fußballspiel sind das sagenhafte Quoten.

In Toren ausgedrückt endete das Spiel 4-2 für Real. In der zweiten Halbzeit rannte Madrid lange einem 1-2-Rückstand hinterher – aber danach sprachen alle Kommentatoren vom besten Spiels der Königlichen unter Trainer Bernd Schuster im heimischen Bernabeu-Stadion, nur übertroffen vom 6-0-Sieg zu Beginn der Liga-Saison in Villareal.

So war es auch, zumal der Titelheld der Geschichte, Robinho, nur deshalb spielte, weil Schuster dessen nächtliche Eskapaden nach dem Länderspiel in Brasilien mit einem Lächeln und viel Verständnis quittierte. Scheinbar weiß Schuster seine Spieler zu nehmen. Robinho schoss zwei Tore, nur sein permanentes Daumenlutschen beim Feiern der Tore nervte – auch das sollte Schuster seinem neuen Star sagen.

Dass Iker Casillas in den Schlussminuten beim Stand von 3-2 quasi zwei „Unhaltbare“ parierte und damit den Sieg rettete, passt zum Stil des neuen Real Madrid: Leben und leben lassen, Spektakel bieten, und am Ende noch ein weiteres Tor schießen und hoch gewinnen. Real führt in seiner Gruppe nun mit sieben Punkten, Werder Bremen ist nach dem 2-1-Sieg gegen Lazio Rom auf dem Weg der Besserung, aber vom Ziel Achtelfinale noch weit entfernt.

Der FC Valencia verlor dagegen in Trondheim gegen das Team Rosenborg mit 0-2 und enttäuschte auf der ganzen Linie. Schalke 04 verlor in Chelsea mit 0-2. Am Dienstag hatte der FC Sevilla gegen Steaua Bukarest mit 2-1 gewonnen, Barcelona spielte gegen Glasgow 0-0-Unentschieden.