Fukushima explodiert: Atom-Katastrophe zwingt zum Umdenken – ein bisschen wenigstens

Aber nur kurz. Dann kamen die Indignados und verlangten mehr Geld und Arbeitsplätze.

So wollte die sozialistische, mittlerweile abgewählte Regierung die Atommeiler des Landes checken und auch Gefahren von Erdbeben und Überschwemmungen berücksichtigen.

Bei den Überprüfungen sollte besonderes Augenmerk auf das Atomkraftwerk von Cofrentes in Ostspanien gelegt werden. Die Anlage ist ein Siedewasserreaktor und fast baugleich mit dem Unglückskraftwerk von Fukushima in Japan.

Und nur 200 Kilometer weiter südlich bebte im Mai die Erde, es gab neun Tote.

Die Madrider Regierung hatte am Tag vor dem Erdbeben in Japan die Betriebsgenehmigung für Cofrentes um zehn Jahre verlängert. Umweltschützer hatten wiederholt die Schließung des 27 Jahre alten Reaktors gefordert.

Spanien verfügt in Garoña im Norden des Landes noch über einen zweiten Reaktor, der der Anlage in Fukushima ähnlich ist. Das Kraftwerk sollte eigentlich in diesem Jahr nach einer Betriebszeit von 40 Jahren vom Netz gehen. Die Regierung verschob die Schließung im vorigen Jahr jedoch auf 2013.