Mit zwei Emissionen kurzlaufender Papiere nahm das hoch verschuldete südeuropäische Land insgesamt knapp 2,3 Milliarden Euro auf, wie die nationale Schuldenagentur mitteilte.

Damit bewegt sich die Mittelaufnahme am oberen Ende der angestrebten Spanne von 1,5 bis 2,5 Milliarden Euro. Experten bezeichneten die Nachfrage als robust, die Renditen legten nur teilweise zu.

Zuletzt waren die Risikoaufschläge für spanische Staatstitel wieder gestiegen. Ausschlaggebend waren politische Unsicherheiten, nachdem die Regierungspartei von Ministerpräsident Zapatero am Wochenende starke Verluste bei den Kommunalwahlen hinnehmen musste.

Der strikte Sparkurs der Regierung hatte scharfe Proteste ausgelöst. An den Finanzmärkten herrscht zudem die Sorge vor, dass die Debatte über eine mögliche Umschuldung Griechenlands auch die Stimmung in Spanien belasten könnte.

Ein dreimonatiges Geldmarktpapier spülte dem spanischen Staat am Dienstag knapp eine Milliarde Euro in die Kasse. Die Rendite stieg leicht von 1,371 Prozent bei einer vergleichbaren Auktion Ende April auf 1,38 Prozent an.

Mit einem sechsmonatigen Papier nahm Spanien 1,3 Milliarden Euro zu einer Rendite von 1,766 Prozent auf. Im April hatte sie mit 1,867 Prozent noch deutlich höher gelegen.