Formel-1-Skandal: Renault hatte geheime McLaren-Daten

Natürlich, so Flavio Briatore, Rennchef der Franzosen, hätte man davon keinen Gebrauch gemacht. Die schlechten Resultate seines Teams in der vergangenen Saison scheinen ihm Recht zu geben.

Die Version von Renault: McLaren-Ingenieur Phil Mackereth kam im September 2006 zu Renault und brachte Designstudien sowie technisches Wissen mit. Dieses habe er ohne Wissen der Verantwortlichen bei seiner Arbeit genutzt. Sobald die Renault-Bosse davon Wind kriegten, hätten sie Mackereth entlassen.

Wie auch immer: Am 6. Dezember muss Renault in Paris vor dem FIA-Tribunal antreten, wo in der vergangenen Saison schon McLaren für seine Spionage gegen Ferrari verurteilt worden war.

Alonso, der Philosoph: „Meine Zukunft hat schon begonnen“

Ob Alonso angesichts dieser Entwicklungen bei seiner philosophischen Ader bleibt und die Welt der Formel-1 weiterhin in schönem Licht sieht, bleibt abzuwarten. Unter der Woche sprach er , als wäre er bei einem Guru in die Schule gegangen, der ihn positives Denken gelehrt hätte. 

So sagte der spanische Doppelweltmeister gegenüber der Presse: „Ich denke, es war gut, zu McLaren gegangen zu sein. Das Team hat großartig gearbeitet, um ein schnelles Auto auf die Piste zu bringen. Ich hätte erneut Weltmeister werden können, war am Ende nur einen Punkt hinter dem Champion. So gesehen, war die Saison toll.“

Statt sich mit der Vergangenheit weiter zu befassen, will Alonso nun „nur noch in die Zukunft schauen, den einzigen Ort, wo man Dinge verändern kann“. Und noch ein Satz für die Ewigkeit: „Meine Zukunft hat bereits begonnen.“