Seit vergangenen Sonntag rebellieren zahlreiche Insassen eines Flüchtlingslagers in Aluche (Madrid) wegen angeblich unmenschlicher Behandlung. 

Nach der Aussage von Familienangehörigen und ehemaligen Insassen würden bis zu 40 Personen seit Monaten rebellieren. Außerdem sollen sie am Sonntag einen Hungerstreik begonnen haben. 

Die Beamten hätten daraufhin die Aufstände mit Gewalt niedergeschlagen. Von Seiten der Polizei hingegen wird nur von zwei Personen gesprochen, die versucht hätten, Unfrieden zu stiften. Sie konnten nach Aussagen der Beamten ohne Gewaltanwendung wieder beruhigt werden.

Aussage steht gegen Aussage. Aber wer sagt die Wahrheit?

Was nun genau hinter den Mauern des Flüchtlingslagers vor sich geht und welcher Aussage man glauben kann, ist unklar. Medienvertretern bleibt der Zutritt in das Lager verwehrt. 

Es wird vermutet, dass mehr hinter den Vorwürfen der Flüchtlinge steckt. Bereits im Dezember 2007 hat es ähnliche Beschwerden gegeben, weil die Insassen des Lagers froren, zu wenig Essen bekamen und unzureichend medizinisch versorgt wurden. Außerdem gehören Gewalt und Schikane gegenüber den Flüchtlingen angeblich zur Tagesordnung.