Flüssiges Gold für Genießer – Rapsöl auf Karrierekurs

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die meisten Raps vor allem als hübsch blühende Pflanze kannten. Allenfalls wusste mancher noch, dass man aus Raps einen preiswerten Brennstoff herstellen kann. Dass Rapsöl es trotzdem in nur 30 Jahren zum Marktführer bei den Speiseölen geschafft hat, hat natürlich gute Gründe.

Rapsöl: Vom Lampenöl zum meistverkauften Speiseöl

Obwohl es bei uns noch als Newcomer gilt, kennt man Rapsöl in Europa schon seit ungefähr 600 Jahren. Unsere Vorfahren verwendeten es aber vor allem als Treibstoff oder Lampenöl. Mitte der 80er Jahre kamen findige Forscher auf die Idee, neue Rapssorten zu züchten, die nur noch ganz geringe Mengen wenig schmackhafter Stoffe enthalten. Das Ergebnis waren sogenannte 00-Züchtungen, aus denen heute Rapsöl gepresst wird, das mit Recht zum Shootingstar bei Genießern avancierte und bei uns mit etwa 65,5 Litern pro Jahr als meistverkauftes Speiseöl gilt.

 

Ein Großteil davon entfällt auf raffiniertes, geschmacksneutrales Rapsöl, das eine helle Farbe hat. Aber auch kalt gepresste und native Rapsöle werden mit ihrer goldenen Farbe, der sämigen Konsistenz und einem ausgeprägten Geschmack zunehmend beliebter. Eine besondere Spezialität für Gourmets sind nussig schmeckende Rapskernöle, für die man – meist in kleinen regionalen Ölmühlen – ausschließlich den inneren goldgelben Kern des Rapskorns schonend presst.

Rapsöl: Allroundtalent für alle Fälle

Den kometenhaften Aufstieg hat Rapsöl sowohl aus der Sicht von Köchen als auch aus der von Ernährungsexperten redlich verdient, denn die Liste seiner Vorzüge ist lang:

  • Raffiniertes Rapsöl hat die perfekten Eigenschaften zum Braten und Grillen bei Temperaturen von bis zu 180° C.
  • Für sehr hohe Temperaturen gibt es außerdem sogenannte High-Oleic-Varianten: Diese Rapsöle bleiben durch den erhöhten Anteil von Ölsäure extrem hitzestabil.
  • Rapsöl eignet sich hervorragend als Ersatz für Butter oder Margarine beim Kochen und sogar beim Backen. Eine kostenlose Broschüre mit köstlichen Rezepten für Kuchen und Torten können Sie sich hier herunterladen; raffinierte Ideen für Desserts mit Rapsöl finden Sie außerdem hier.
  • Kalt gepresstes und natives Rapsöl ist ideal für Salate, Rohkost, Marinaden und alle anderen Gerichte aus der kalten Küche.
  • Rapsöl kann mit einem hohen Gehalt an wichtigen ungesättigten Fettsäuren in perfekt ausgewogenem Verhältnis punkten und wird deshalb unter anderem von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. als besonders günstig empfohlen.

Rapsöl: Höchste Qualität mit Gütegarantie

Jedes Rapsöl unterliegt Kontrollen und Qualitäts-Checks, bevor es abgefüllt wird. Zwei umfassende Tests pro Jahr muss ein Rapsöl außerdem bestehen, um das Gütesiegel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) für besonders hohe Qualität zu bekommen.

Seit Kurzem können Sie übrigens nicht nur Speiseöl, das zu 100 % aus Raps besteht, sondern auch andere Lebensmittel mit wertvollem Rapsöl-Zusatz an einem weiteren Gütesiegel erkennen: Die Bundeszentrale für Agrarmarketing verleiht es in Kooperation mit der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) allen Produkten, die mindestens 50 % reines Rapsöl enthalten.

Wie es sich für einen Shootingstar gehört, hat Rapsöl außerdem in seiner kurzen Karriere bereits zahlreiche Preise eingeheimst: Für 2012/2013 verlieh die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft unter der Schirmherrschaft von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner schon zum siebten Mal die „DGF-Rapso?l-Medaille“ an besonders hochwertige native Rapsspeiseo?le.

Quelle:

http://eatsmarter.de/magazin/rapsoel/