Flugzeug-Absturz Kuba: 68 Opfer werden identifiziert

Die Leichname der 40 kubanischen Staatsangehörigen und 28 Ausländer wurden vom Absturzort in der zentral gelegenen Provinz Sancti Spíritus ins etwa 360 Kilometer entfernte Havanna gebracht. Forensiker versicherten, Kuba sei in der Lage, die Identifizierung der Opfer mit eigenem Personal zu gewährleisten.

Die beiden deutschen Opfer stammen offiziell unbestätigten Medienberichten zufolge aus Nürnberg. Es soll sich um eine 36 Jahre alte Frau und ihren Freund handeln, die ihren Urlaub auf der Karibikinsel verbrachten.

Der Flugschreiber der Unglücksmaschine wurde inzwischen gefunden. Von der Auswertung der Daten erhoffen sich die Behörden Aufschluss über die Absturzursache. Die zweimotorige Turboprop-Maschine vom Typ ATR-72-212 war am Donnerstag auf einem Inlandsflug aus noch ungeklärter Ursache abgestürzt und in Brand geraten.

Die meisten Opfer waren nach lokalen Berichten noch angeschnallt in ihren Sitzen. An Bord der Maschine der staatlichen Airline Aerocaribbean waren neben dem Mann und der Frau aus Deutschland, unter anderen auch Passagiere aus Holland, Frankreich und Spanien.

Das Unglück ist eines der schwersten in der Geschichte der kubanischen Luftfahrt. Die schlimmste Katastrophe mit mehr als 150 Toten hatte sich im März 1989 ereignet, als eine Maschine vom Typ Il- 62 kurz nach dem Start in Havanna in eine Siedlung stürzte. (SAZ, dpa; Foto: Flickr)

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