Aufatmen bei Urlaubern und Geschäftsreisenden: Nach der kurzfristigen Absage des Fluglotsen-Streiks hoben die meisten Maschinen am Donnerstag pünktlich ab

Aber Flugreisenden droht neues Ungemach. Die Lotsen planen bereits für die kommende Woche einen neuen Anlauf für einen Streik.

Die bundeseigene Deutsche Flugsicherung (DFS) reagierte prompt darauf: Falls erneut rechtswidrige Forderungen erhoben würden, werde man wie im ersten Anlauf dagegen juristisch vorgehen, sagte DFS-Sprecher Axel Raab in Langen bei Frankfurt.

Das Arbeitsgericht Frankfurt hatte den Fluglotsen-Streik am Mittwochabend in erster Instanz gestoppt, die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) blies daraufhin den Arbeitskampf gut neun Stunden vor dem geplanten Beginn ab. Zu einer Berufungsverhandlung kam es nicht mehr. DFS-Personalchef Jens Bergmann warf der Gewerkschaft vor, sie habe mit ihrer späten Absage bereits immensen wirtschaftlichen Schaden angerichtet.

Die Lufthansa kündigte bereits an, sie werde von den Fluglotsen möglicherweise Schadensersatz fordern. Allein durch die Androhung eines Streiks seien Flugreisende verunsichert worden und der Lufthansa Schaden entstanden. Die Höhe werde derzeit geprüft, sagte ein Sprecher der größten europäischen Airline in Frankfurt.