Wie das Ministerium für Infrastruktur in Madrid mitteilte, wird die ursprünglich am 30. Oktober auslaufende Frist für die öffentliche Ausschreibung um drei Monate verlängert.

Die sieben beteiligten Konzerne, darunter der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und Siemens, hätten die Verlängerung beantragt, weil sie mehr Zeit benötigten, um die notwendigen Finanzmittel zusammenzubringen.

Mit der Privatisierung von 90 Prozent der beiden Flughäfen will die Regierung Milliarden Euro in die Staatskasse des von einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelten Landes spülen.

Fraport bewirbt sich in einem Konsortium mit dem spanischen Infrastrukturkonzern Acciona. Siemens will im Erfolgsfall gemeinsame Sache mit dem spanischen Baukonzern FCC und der in Singapur ansässigen Changi Airport Group machen.

Fünf Konsortien bewerben sich um die Flughäfen sowohl von Madrid (Barajas) als auch von Barcelona (El Prat), während zwei Konsortien nur die Konzession für jeweils einen der beiden Airports anstreben.

Spaniens Regierung fordert für die Konzessionen zum Betrieb der Flughäfen 5,3 Milliarden Euro plus jährliche Gebühren von 20 Prozent der Flughafeneinnahmen. In der Vergangenheit hatten Interessenten die hohen Forderungen kritisiert und einen Nachlass verlangt.

Die Konzessionen werden für 20 Jahre vergeben und können um fünf Jahre verlängert werden. Madrid Barajas und Barcelona El Prat gehörten 2010 mit fast 50 Millionen beziehungsweise gut 29 Millionen Passagieren zu den großen Flughäfen weltweit.