Flug-Chaos: Zehntausende kehren heim, Piloten klagen an

Die Maschinen waren mit Sondergenehmigung und meist auf Verantwortung der Piloten unterwegs. Sie flogen auf Sicht statt wie üblich nach Instrumenten. Normalerweise ziehen allerdings zehnmal mehr Flugzeug über den deutschen Himmel.

Kritik kam von der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, die von einer "juristischen Winkelkonstruktion" der Airlines sprach. Die Verantwortung liege nicht bei der Flugsicherung, sondern bei den Piloten, wie Sprecher Axel Raab von der Deutschen Flugsicherung (DFS) sagte. Die DFS verlängerte die grundsätzliche Sperrung des Luftraums für Instrumentenflüge bis diesen Mittwoch um 02.00 Uhr.

Insgesamt waren über Europa nach Angaben von Eurocontrol, der europäischen Luftsicherheitsbehörde, rund drei Viertel des Luftraums am Dienstag wieder offen für den Flugverkehr.

Die deutschen Fluggesellschaften nutzten eifrig die am Montag beschlossene Ausnahmeregelung. Sie brachten vor allem gestrandete Reisende heim. Allein an Deutschlands größtem Airport in Frankfurt/Main verringerte sich die Zahl der Transitreisen auf 300. Bis zum Abend sollten dort nach Auskunft der Betreibergesellschaft Fraport rund 200 Starts und Landungen abgewickelt werden.

"Wir haben befürchtet, dass wir erst Anfang Mai zurück können", sagte Winni Appel nach seinem Flug von Gran Canaria nach Düsseldorf. "Ich bin schon von meinem 5-Sterne-Hotel in eine Wohnung gezogen und habe den Kühlschrank voll gemacht."

Allein die Rewe Touristik erwartete bis zum Abend 90 Prozent ihrer fast 15.000 Gestrandeten zurück, Tui wollte im Tagesverlauf 20.000 Urlauber nach Hause holen. Am Montag hatten noch 100.000 Pauschaltouristen und eine unbekannte Zahl von Individualreisenden im Ausland festgehangen.  (dpa, SAZ)

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Foto: Alex-S (Flickr)