Die angekündigte Streikwelle unterscheidet sich vom wilden Streik der Fluglotsen auch dadurch, dass die Ausstände vorher angekündigt wurden und daher legal sind.

Dennoch haben die Gewerkschaften die gesamte öffentliche Meinung in Spanien gegen sich. Sie haben für die Streiks genau solche Tage ausgesucht, an denen sie möglichst vielen spanischen und ausländischen Touristen die Urlaubsreise verderben können. Die Streiks wurden unter anderem für die Osterferien, für lange Wochenenden sowie für den Beginn und das Ende der sommerlichen Hochsaison angesetzt.

Die Unternehmensverbände der Tourismusbranche warnen: "Die Streiks verursachen einen Schaden, der nicht wiedergutzumachen sein wird." Allein für die Osterwoche seien Verluste in Höhe von 400 Millionen Euro zu befürchten. Manuel Maciñeiras, Präsident des Reisebüroverbandes Aedave, meint: "Mit den Streiks werden die Bürger als Geiseln genommen und das ganze Land erpresst."

In dem Arbeitskonflikt geht es nicht um Löhne, sondern um die Teilprivatisierung der spanischen Flughäfen. Die Beschäftigten befürchten, dass die privaten Betreiber ihre Rechte beschneiden und Arbeitsplätze abbauen werden. (SAZ, dpa; Foto: SAZ)