Fernando Torres verdrängt Messi und Cristiano Ronaldo! “50.000 Fans im Stadion, nicht Japaner”

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Was für eine Erlösung, endlich das Tor Nummer 100. Fernando Torres erlebte beim 3-1 gegen Eibar wohl eine seiner schönsten Momente im Dress Atletico Madrids. Der Jubel hallte weit über das Stadion Calderon hinaus. Lange hat’s gedauert. Die Frage ist: Wie lange wird es noch dauern?

Denn sportlich gesehen ist das Tor Nummer 100 natürlich eher die Geschichte eines langen Leidens. Eine komplette Spielrunde hat es gedauert, bis Torres einmal wieder das Tor traf. Das letzte Tor, Nummer 99 für Atletico, hatte Torres in der Hinrunde geschossen. Auch gegen Eibar, damals hieß es 2-0. Seither gab es nichts als Ladehemmung. Und zuletzt hatte Atletico sogar ausgeschlossen, Torres vom AC Mailand, wo er immer noch unter Vertrag steht, zu verpflichten. Trotz Transferverbot der FIFA im kommenden Sommer. Eine Demütigung für Torres. Egal, das Leben geht weiter, sagte Torres. Und traf endlich. Es wurde höchste Zeit für seine Fans, die ihn unverdrossen weiter verteidigen.

Das Phänomen Torres ist bei Atletico nicht nur sportlich zu verstehen. Eher weniger sogar. Sondern mehr soziologisch, wie jetzt die Zeitung “Marca” kommentierte. Die genüsslich darauf hinwies, dass bei der Präsentation von Real Madrids Galaktischen das Stadion Santiago Bernabeu zwar regelmäßig proppenvoll ist. Aber voller Japaner, die ein Event zu schätzen wissen, gerne Fotos schießen und überall zu sehen sind, wo TV-Kameras aufgestellt werden. Die ansonsten aber eher keine Ahnung haben, worum es da unten auf dem grünen Rasen eigentlich geht. Sagt Marca. Im Gegensatz zu Atletico, wo rund 50.000 Fans der echten Sorte zu Torres strömten, um ihrem Idol zu huldigen. Torres, das darf man nie vergessen, hat sieben seiner 100 Tore für Atletico in der zweiten Liga geschossen. In solchen Niederungen haben andere Stars wie Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi nie gespielt.

Luis Suarez war der Schütze, wer sonst…

Werden sie wohl auch niemals tun, auch wenn die Leistung von CR7 beim schmeichelhaften 2-1 von Real Madrid in Granada wahrhaft unterirdisch war. Die Zeiten, wo Ronaldo für Real die Spiele entschied, scheinen vorbei. Darauf weist unisono die spanische Presse hin. Dafür hat Real derzeit Luka Modric, der mit einem Weitschuss das bereits unmöglich scheinende zweite Tor für Real markierte. Von Ronaldo sah man: nichts. Genauso wie von Toni Kroos, der momentan zu einem Wasserträger für Modric mutiert ist.

Bei Barca hatte Leo Messi ebenfalls schon bessere Zeiten gesehen. Beim 2-0 in Levante schoss er früh ein Tor, das aber zu Unrecht aberkannt worden war. Danach? Eher wenig. Nach einem Eigentor von Levantes David Navarro traf Barca erst wieder in der Nachspielzeit. Luis Suarez war der Schütze, wer sonst. Der Uruguayer führt mit 20 Toren in der Torjägerliste weiter alleine. Cristiano Ronaldo? Hintendran, noch hinter seinem Freund Karim Benzema, der in Granada das 1-0 geschossen hatte.

Ob sich ran diesem Bild in dieser Saison noch einmal etwas ändern wird? Die Fans von Real hoffen auf die Champions League, wo Ronaldo auch in dieser Saison voll motiviert scheint und in der Bestenliste vorne liegt. Wie es aussieht, ist die Königsklasse auch die einzige realistische Titelhoffnung für Real. Und ohne Titel, das ist klar, kann Ronaldo einen weiteren Goldenen Ball vergessen. Zuletzt wurde er 31 Jahre alt, die Zeit läuft ab. In der kommenden Woche geht’s wieder los, Real spielt beim AS Rom. Kicken die Königlichen dort nicht besser als in Granada wird es aber eher eng …

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