Fernando Torres: Eindhoven vernascht, Panik bei Real Madrid! “Simeone bleibt hart, vorerst”

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Nach dem Sieg im Elfmeterschießen gegen PSV Eindhoven war Fernando Torres ein gefragter Mann. Das Idol Atletico Madrids hatte schließlich nervenstark wie immer den entscheidenden fünften Elf für die Colchoneros versenkt, als ein Fehlschuss das sichere Aus bedeutet hätte.

Schon zuvor hatte Torres nach seiner Einwechslung dafür gesorgt, dass Atletico eine Klasse besser spielte als ohne ihn. Das erklärte nach dem Spiel auch der enttäuschte Trainer Eindhovens, Cocu: “Mit Torres hat Atletico das System umgestellt, die spielten dann mit drei Leuten vorne.” Und vor allem eben: Mit Torres, der einmal nur die Latte traf und zu jedem Zeitpunkt ausstrahlte, dass er dieses Spiel gewinnen wollte.

Am Ende hat es dann ja auch geklappt, mit 8-7 im Elfmeterschießen. Den entscheidenden Ball verwandelte Juanfran, PSV hatte zuvor nur die Latte getroffen. Eine magische Nacht, die mit dem dritten Einzug Atleticos in Serie ins Viertelfinale der Champions League gekrönt wurde. So erfolgreich waren die Colchoneros noch nie in ihrer 113 Jahre dauernden ruhmreichen Historie. Und Real Madrid zittert schon vor der Auslosung am Freitag. Geht es gegen Atletico, das hatte schon Alvaro Arbeloa zugegeben, könnte es heikel werden.

“Das Team ist sehr müde und sehr zufrieden”

Torres erklärte nach dem wie immer hart umkämpften Match: “Das Team ist sehr müde und sehr zufrieden, das wichtige ist, dass wir in der nächsten Runde stehen. Wir haben eigentlich auch damit gerechnet, umso schöner ist dann, wenn es klappt.”

Zu seiner Taktik beim Verwandeln von Elfern sagte Torres: “Es ist entscheidend, dass man einen Elfmeter, wenn man akzeptiert hat, ihn zu schießen, mit Entschlossenheit angeht. Das ist uns schon im Vorjahr gegen Bayer Leverkusen gelungen. Wichtiger als die Frage, wer die Elfer schießt, ist, dass alle Schützen Persönlichkeit und Mut zeigen, so wie es heute unsere Jungen (Saúl, Jiménez) getan haben, die große Verantwortung übernommen haben.”

Das Team von Trainer Phillip Cocu jedenfalls hat Atletico alles abverlangt. Torres dazu: “Man muss anerkennen, was PSV geleistet hat, sie haben sehr genau gewusst, wie und wo wir Probleme haben. Wir hatten trotzdem einige gute Chancen, das zeigt schon die Tatsache, dass ihr Torwart der beste Spieler bei ihnen war. Wir haben alles gegeben und müssen jetzt gespannt darauf warten, was in der Zukunft passiert.”

Seine eigene Zukunft steht weiter in den Sternen. Nachdem bekannt wurde, dass sein Vertrag im Sommer abläuft und Atletico möglicherweise wegen einer FIFA-Sperre keine neuen Spieler unter Vertrag nehmen darf, hat sich an der Situation des Stürmers nichts geändert. Torres dazu: “Das Thema ist noch genau so, wie es vor Monaten war. Atletico ist eine wichtige Runde weiter, hoffentlich können wir endlich einmal die Königsklasse gewinnen, davon träumen wir alle bei Atletico, seit ich auf die Welt gekommen bin. Wir werden noch mehr solche Nächte wie heute erleben, da bin ich ganz sicher. Jetzt kommt bald eine Pause wegen der Länderspiele. Es bleibt immer weniger Zeit bis Ende der Saison, und nichts hat sich bisher geändert.” Mit anderen Worten: Torres hängt immer noch in der Luft – und Atletico Trainer Diego Simeone lässt den Routinier wie einen Neuling in jedem Spiel neu beweisen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört. Entweder Torres weiß mehr (als er zugibt), oder er ist einer der nervenstärksten und clubtreuesten Profis, die es bei Atletico (und darüber hinaus) je gegeben hat.

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