FC Valencia erobert Camp Nou, Real und Atletico Madrid jubeln! “Titanic lässt grüßen”

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Unglaublich, eigentlich nicht zu fassen, wie der Untergang der Titanic, die ja eigentlich auch “unsinkbar” war. Aber trotzdem ist es wahr: Der FC Barcelona hat schon wieder verloren, diesmal zuhause gegen den FC Valencia. Nach dem 1-2 hat Atletico Madrid die Katalanen in der Tabelle schon eingeholt, Real Madrid ist nur noch einen Punkt hintendran. Die Liga lebt, und wie. Die Frage lautet jetzt: Ist sie für Barca schon verloren?

Denn die Dynamik des Teams zeigt eindeutig nach unten. Drei Spiele in Serie in der Liga verloren, das gab es zuletzt im Jahr 2003 unter Louis van Gaal. Also vor gefühlt hundert Jahren. Vor zwei Wochen wäre dieser negative Lauf noch undenkbar gewesen. Die Gründe? Darüber spekuliert derzeit ganz Spanien.

Wie die Zeitung “Marca” vermutet, hat sich Barca ganz einfach zu sehr entspannt. Nach Gerard Piqués Tor im Clasico gegen Real Madrid hatte Barca schon 13 Punkte Vorsprung auf Real. Das Team ging ganz offenbar in diesem Moment auf Autopilot, wollte im Trab den Rest der Saison verbringen. Ein Trab, aus dem man kaum noch herauskommt, wie es scheint.

Es fehlt der Plan B …

Fakt allerdings ist: Gegen Valencia rannten die Stars um Leo Messi wieder. Sie hatten einen ganzen Haufen Torchancen. Daran lag es also nicht. Diesmal war der Schwachpunkt die Effektivität. Und Valencias Keeper Diego Alves, der hielt, was eigentlich kaum zu halten war – bis auf einen Schuss von Leo Messi. Der Rest aber fiel wie durch Zauberhand in die Hände des Torwarts, der wohl das beste Spiel seines Lebens absolvierte.

So groß war die Verwunderung im Lager Barcas, dass Trainer Luis Enrique nicht einmal ans Auswechseln dachte. Obwohl Neymar komplett glücklos spielte. Luis Suarez auch. Dass Tore fallen würde, schien ja nur eine Frage der Zeit. Nach 90 Minuten war aber immer noch nicht mehr als das eine Törchen durch Messi gefallen. Und schon wird der nächste Vorwurf gegen Barca laut. Kommentar der Zeitung “Marca”: “Es fehlt der Plan B, Luis Enrique hat keine Mittel, um das Spiel Barcas zu revolutionieren, wenn es mal nicht läuft. Allenfalls tauscht er hin und wieder den rechten Verteidiger aus, manchmal muss Ivan Rakitic auf die Bank. Das war’s.”

In der Tat spielte gegen Valencia statt Dani Alves, der unter der Woche mit seiner albernen Perückenshow in die Schlagzeilen geriet, wieder einmal Sergi Roberto. Auch an ihm lag es nicht. Er glänzte allerdings auch nicht. Der Rest der Mannschaft hat derzeit keine Chance auf Einsätze, ein Spieler wie Marc Bartra hat mittlerweile gefühlt mehr Einsätze mit der spanischen Nationalelf als mit Barca. Arda Turan? Ersatzbank. Und wenn er spielt, dann schlecht. Aleix Vidal? Komplett abgemeldet. Für die restlichen Partien der Saison, fünf an der Zahl, muss Barca also das schlimmste hoffen. Kommentar der “Marca”: “Bei Johan Cruyff hätte es das nicht gegeben, der Holländer sagte immer: Ein Team braucht 14 Spieler, Barca hat derzeit aber offenbar nur elf.”

Am Mittwoch könnte das Trauerspiel um Barca weiter gehen. Dann geht es zu Deportivo La Coruna, das gerade einen Punkt aus Sevilla entführt hat. Real Madrid spielt gegen Villarreal, Atletico Madrid gegen Bilbao. Atleticos Coach Diego Simeone sagte nach dem 3-0 gegen Granada: “Wir wollen siegen, siegen und siegen.” Real Madrid gewann locker mit 5-1 gegen Getafe, ist seit dem Amtsantritt von Trainer Zinedine Zidane das beste Team Spaniens. Wenn es dumm läuft für Barca, ist die Liga tatsächlich schon am Mittwoch futsch.

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