FC Barcelona: Supermann Di Stefano besser als Messi, Guardiola ein Nachmacher – sagt Bilardo!

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Über Leo Messi kann man prima streiten. Zum Beispiel, ob er nun schon der beste Fußballer aller Zeiten ist. Oder, ob er “nur” der Beste in der Gegenwart ist. Wie auch immer: Wer sich nicht in Gefahr begeben will, in psychiatrischer Behandlung zu enden (oder als Angestellter bei Real Madrid), wird Messi als den besten Kicker bezeichnen.

Das sieht natürlich auch der frühere Nationaltrainer von Argentinien so, Carlos Bilardo. Wobei er der scheinbar ewigen Litanei eine neue Variante hinzufügt. Man könnte sie als Kritik an Messi verstehen.

Der argentinischen Zeitschrift “Olé” sagte der Fußball-Lehrer jetzt: “Ich stufe Messi unter die besten Spieler ein, aber nicht in der Geschichte des Fußballs, sondern in der Gegenwart.” Messi also in einer Reihe mit Sterblichen wie Cristiano Ronaldo? Ein scheinbar unerhörter Vorgang. Seine Einreiseerlaubnis nach Katalonien hat Bilardo damit wohl verwirkt.

Zum Them Balón de Oro, als dem fünften Titel des Weltfußballer der FIFA, sagte Bilardo dann allerdings auch wieder versöhnlichere Sätze: “Mir war klar, dass Messi gewinnen würde, er verdient den Titel ja auch. Ich habe ihn gewählt. Es gibt einen großen Abstand zwischen Messi und Cristiano Ronaldo.”

“Messi hat immer noch das große Ziel, endlich eine WM zu gewinnen”

Die Allerbesten aller Zeiten sind für Bilardo andere. Ältere. Der Coach: “Alfredo di Stéfano war ein Supermann, er hat einen Spielzug an der eigenen Torlinie gestartet und im anderen Tor zu Ende gebracht. Nach ihm kamen dann Pelé und Maradona. Jetzt ist da Messi, aber es sind auch andere Zeiten.”

Die große Zeit Messis scheint für Bilardo allerdings schon abgelaufen: “Messi hat seinen Zenit schon erreicht, er kann nicht mehr gewinnen, als er schon gewonnen hat. Aber hat immer noch das große Ziel, endlich eine WM zu gewinnen.”

Auf welcher Position er dies versuchen soll? Bilardo: “Er spielte früher als Außenstürmer, und es war eigentlich ich, der empfohlen hat, ihn vom Flügel zu nehmen und mehr in der Mitte spielen zu lassen, wie er es jetzt tut. Das war sehr wichtig für ihn. Ich habe seinem Vater gesagt, dass Messi nicht mehr außen spielen soll, sondern in der Mitte. Eben dort, wo die guten Spieler spielen. Wir haben das dann in der Nationalelf gemacht, danach haben sie es auch in Barcelona getan.”

Die “Erfindung” von Pep Guardiola, Messi in die Mitte zu stellen, also nur eine Kopie des argentinischen Modells? Bilardo scheint sich keine Freunde in Katalonien machen zu wollen. Dann aber auch hier wieder versöhnliche Sätze über die teilweise schlechte Behandlung Messis in Argentinien, wo der Floh oft als “Katalane” abgewatscht wird: “Sie treten ihn zu oft. Man sollte das lassen, er ist einer der besten Spieler der Welt. Er wird überall anerkannt, ist in seinem Club eine feste Größe, das sollte man auch in Argentinien tun.”

Nur lobende Worte hat Bilardo für seinen Landsmann Diego Simeone, der Atletico Madrid wieder zu alter Größe geführt hat: “Er macht eine großartige Arbeit in Madrid, schon als junger Spieler hat er eine große Persönlichkeit an den Tag gelegt. Es hat ihm immer gut gefallen, über Taktik zu reden, er war schon früh ein Anführer und sehr gebildet, das hat ihn zu dem gemacht, was er heute ist.”

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