FC Barcelona: Schiri-Skandal um Messi, Piqué provoziert Valencia-Fans! “Münzwurf, offene Wunde”

Wie die Zeitung “Sport” berichtet, sei Messi nämlich nicht wie ursprünglich berichtet von einer leeren Wasserflasche am Kopf getroffen worden, sondern von einer harten Geldmünze. Die Betreuer mussten ihm nach der Attacke sogar die Wunde reinigen, so die Zeitung aus Barcelona – die allerdings unerwähnt lässt, dass Gerard Piqué nach dem Tor die Fans aus Valencia unnötig provozierte. Auch das ist auf dem Videos einwandfrei zu erkennen.

Fakt ist: Der Bericht von Schiedsrichter David Fernández Borbalán macht jetzt die Runde durch die katalanische Presse sowie durchs Internet. Darin ist zu lesen, dass Messi offenbar den Flaschenwurf zum Anlass nahm, auf Zeit zu spielen. Deshalb die gelbe Karte.

Zeitspiel Messis?

Wörtlich heißt es: “Nach dem Tor in der 89. Minute wurden mehrere Flaschen ohne Verschluss in die Nähe der Spieler Barcelonas geworfen, die das erwähnte Tor feierten. Eine der Flaschen traf den Spieler mit der Nummer 10 des FC Barcelona, Lionel Messi, am Kopf. Der Spieler konnte das Spiel aber fortsetzen, hat aber die Rückkehr in seine Hälfte mit dem Ziel, Zeit zu verlieren, verzögert.”

Allerdings rieb sich Messi also länger die lädierte Stelle als dem Schiri lieb war. Deshalb zeigte er dem Argentinier die gelbe Karte wegen Zeitspiels. Bemerkenswert ist auch laut der Zeitung “Sport”, dass der Schiri zwar detailliert erwähnte, dass die auf das Spielfeld geworfenen Flaschen wie von der Stadionordnung vorgeschrieben keinen Deckel gehabt hätten. Auf den Videos vom Vorfall sieht man allerdings eine Reihe von Flaschen, die sehr wohl mit Verschluss geworfen wurden. Wollte der Schiedsrichter damit dem FC Valencia Unannehmlichkeiten ersparen?

Die wird der Klub wohl sowieso nicht umgehen können. Denn auch am Dienstag war der Werfer der Flasche immern noch nicht ausfindig gemacht – trotz Videoüberwachung des Stadions und der Hooligans, vor deren Tribüne der Flaschenwurf stattfand.

Ebenfalls undurchsichtig: Während der Schiedsrichter aus Almeria die Vorfälle in die 89. Spielminute verlegt fanden sie tatsächlich doch klar in der Nachspielzeit statt. Auch hier scheint der Schiri streng dem Protokoll zu folgen. Sein Bericht darf laut “Sport” nur Vorfälle umfassen, die bis zur 90. Minute passieren. Wohl deshalb wurde die komplette Szene einfach vorverlegt.

Barca will die gelbe Karte anfechten

Genau wegen dieses Formfehlers will Barca jetzt die gelbe Karte gegen Messi anfechten. Und Valencia droht am Ende sogar eine Stadionsperre.

Unterdessen feiert die “Sport” den Ex-Präsidenten Joan Laporta, der schon 2003 die ultraharten Hooligans Boixos Nois aus dem Camp Nou geworfen hatte. Er wird als “Pionier” gegen die gewaltbereiten Fans präsentiert. Dafür, so das Blatt, habe Laporta, der sich 2016 erneut zur Wahl stellen will, sogar mit dem Tode bedroht. Laporta musste sich sogar einen Bodyguard engagieren, um sich vor den Aggressionen der Boixos zu schützen. Auch Real Madrid hat im vergangenen Jahr seine Ultra Sur aus dem Bernabeu-Stadion entfernt – auch Reals Boss Florentino Perez wurde dafür mit dem Tod bedroht.

Der Kommentar der Zeitung: “Um mit diesen Schandflecken im Fußball aufzuräumen, bräuchten wir viele Laportas und Florentinos. Präsidenten, die nicht wegschauen, wenn die Gewaltbereiten zuschlagen, nur weil sie die Mannschaft anfeuern und für Stimmung im Stadion sorgen sowie Eintrittskarten kaufen.”