FC Barcelona: Qatar Airways übernimmt Camp Nou, Neymargate blamiert Barca! “Schwarze Hand aus Madrid”

Das berichtet die Zeitung “Sport” aus Barcelona. Demnach verhandelt Barca gerade nicht wie erhofft die Auflösung des Sponsorenvertrages mit Qatar Airways, sondern seine Erweiterung.

Bislang war von den Medien Barcelonas immer berichtet worden, dass man den Deal mit dem Wüstenstaat aufgrund seiner mutmaßlichen Verstrickungen mit dem fundamentalistischen Islamismus am liebsten für null und nichtig erklären würde.

Baker: Wir sind offen für Überraschungen

Jetzt erklärte Akbar Al Baker, Manager der Qatar Airways, dass es “möglich” sei, dass die Fluglinie sogar den Namen des Camp Nou übernehmen könnte. Baker: “Alles ist möglich für unser Unternehmen, wir sind immer offen für Überraschungen. Eine davon könnte die Übernahme der Namensrechte für das Camp Nou sein.”

Fakt ist: Zur Präsentation eines neues Werbesports düsten Gerard Piqué und Neymar eigens nach Katar, um Vizepräsident Javier Faus beim Geldverdienen zu unterstützen. Allerdings sagte Baker auch wieder diesen Satz, den man zuletzt bei Barca gar nicht mehr so gerne hörte: “Der FC Barcelona und Qatar Airways haben die gleichen Werte.” Der Deal war einst über die Qatar Foundation zustande gekommen – unter deren Dach, wie Kritiker wie Amnesty International anprangerten, fundamentalische Islamisten unter anderem gegen Israel und Juden predigen.

Faus: “Es wird sicher eine schnelle Entscheidung geben”

Jetzt sagte Faus in Katar: “Wir brauchen auch nach 2016, wenn der aktuelle Vertrag ausläuft, einen neuen Sponsor, wir haben kein Problem mit Katar. Es wird sicher eine schnelle Entscheidung geben.”

Qatar Airways bringt derzeit mehr als 30 Millionen Euro in die Clubkassen Barcas. Interne Kritik kam immer wieder dagegen hoch, unter anderem von Johan Cruyff, der erklärt hatte: “Mit Werbung auf der Brust ist Barca nicht mehr mehr als ein Club, sondern einfach nur ein Club mehr auf der Welt.”

Neymar in Form, Madrid eifersüchtig

Aktuell hat Barca allerdings noch ein anderes Problem: Präsident Josep Bartomeu ist offiziell angeklagt worden, im Jahr 2014 Steuern im Vertragswerk mit Neymar unterschlagen zu haben. Es geht um 2,8 Millionen Euro, noch im Februar muss er vor Gericht antanzen.

Bartomeu verteidigte sich mit einer Brandrede gegen Gott und die Welt, vor allem aber gegen Madrid, wo er eine “schwarze Hand” am Werk glaubt. Allen ernstes erklärte er, dass die Anklagen gegen ihn und Barca im Fall Neymar damit zu hätten, dass man in Madrid (die spanische Regierung? Real Madrid? Alles zusammen?) nicht verwinden könne, dass Neymar in Barcelona spiele.

Sogar die blendende aktuelle Tagesform Neymars soll das Gericht beeindruckt haben – auch sein Vorgänger Sandro Rosell sei schon genau in dem Moment angeklagt worden, als Neymar brillant gespielt habe. Die Ablöse für Neymar habe demnach auch keinesfalls wie jetzt von der Staatsanwaltschaft enthüllt 94,8 Millionen Euro betragen, sondern nur die immer vom Club postulierten 57 Millionen.

Die Zeitung “Marca” aus Madrd erklärte dazu: “Die Frage ist, wie viel Lächerlichkeit sich ein so großer Club wie Barca leisten kann.” Und selbst die “Sport” aus Barcelona gab sich wenig überzeugt von Bartomeus Theorie: “Man kann nicht alles auf seine Feinde schieben, wenn man selbst die Dinge falsch macht.”