FC Barcelona: Pokalfinale perfekt, Mustafi sieht rot! “Majestätsbeleidigung gegen Messi”

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Nach dem 7-0 im Hinspiel der Copa del Rey steht ein Finalist bereits fest: der FC Barcelona. Wenngleich man sich am Tag danach in Spanien mehr Gedanken um den FC Valencia macht. Denn selten sah man das traditionsreiche Team so am Boden zerstört wie diesmal.

Fakt ist, dass Barças Stars spielen konnten, wie sie wollten. Mit angezogener Handbremse inklusive. Wie im Training, ohne Gegenwehr. Leo Messi schoss drei Tore, Luis Suarez vier. Und wenn sich mal ein Spieler von Valencia wehrte, was selten genug vorkam, zückte der Schiedsrichter die rote Karte.

So geschah es kurz vor der Halbzeit, als Valencias Shkodran Mustafi sich erdreistete, Weltfußballer Leo Messi im Strafraum vom Ball zu trennen. Dergleichen Unverschämtheit muss bestraft werden, mag sich der Schiri gedacht haben. Und schickte den Deutschen vom Platz, wegen Notbremse. Dabei hatte Mustafi den Ball gespielt. Dass Neymar den fälligen Elfer an den Pfosten setzte, war kaum ein Trost für Valencia. Denn da stand es schon 3-0 für Barcelona. Das Spiel war längst entschieden.

Fakt ist, dass der öffentliche Druck der Katalanen auf die Schiedsrichter in den letzten Wochen scheinbar Früchte trägt. Im jüngsten Ligaspiel gegen Atletico Madrid wurde Filipe Luis nach einer Attacke gegen Messi vom Platz geschickt. Was zu vertreten war. Die drei Spiele Sperre, die der Verteidiger jetzt aufgebrummt bekam, aber nicht. In anderen Fällen wurden bei vergleichbaren Fouls Sperren von nur einem Spiel verhängt. Die Message: Messi ist eben ein besonderer Fall. Vergleiche verbieten sich von selbst.

Den Titel des Weltfußballers bekam allerdings kein Spanier. Sondern: Messi…

Es erinnert stark an die Saison 2010/11. Damals war Spanien als frischer Weltmeister aus Südafrika zurückgekehrt. Den Titel, so viel war klar, verdankte man den Stars des FC Barcelona. Carles Puyol. Xavi. Und natürlich Andres Iniesta, der in der Saison danach ein Schaulaufen durch die Stadien Spaniens veranstalten durfte. Schon ein böser Blick genügte damals, sagen Spötter heute, um einem Gegenspieler die gelbe Karte zu zeigen. Bei Kontakt war’s praktisch Rot. Den Titel des Weltfußballers bekam allerdings kein Spanier. Sondern: Messi. Vergleiche verbieten sich eben bei dieser Art von Superstar.

Was alles nichts daran ändert, dass Valencia am Boden liegt. Mit einem Besitzer aus Singapur namens Peter Lim, der zum ersten Mal einen Club dieser Größenordnung führt. Mit einer Präsidentin namens Lay Hoon die erklärtermaßen von Fußball nicht viel versteht, sondern als rechte Hand von Lim einfach die Geschäfte führt. Und mit einem Trainer, der bislang durch schlaue Kommentare im Fernsehen aufgefallen war, davor als Spieler mehr oder weniger das tat, was der Trainer ihm gesagt hatte. Der Trainer damals war Sir Alex Ferguson. Einen wie ihn bräuchte Valencia jetzt. Stattdessen sagt sein ehemaliger Schüler Gary Neville, der dem FC Valencia derzeit vorsteht: “Ich denke nicht daran, zurück zu treten.” Genau das aber wäre nach dem Willen der heimischen Presse das einzige Heilmittel für den Club. Dabei hatten sie vor wenigen Wochen noch gejubelt, dass der Ex-Star von Manchester United nach Valencia kam. Er hatte, so hieß es damals, das “Sieger-Gen”.

Davon liest man derzeit eher wenig. Valencia hat unter Neville in der Liga noch kein einziges Spiel gewonnen. Und im Pokal kann Lay Hoon die Eintrittspreise fürs Rückspiel am kommenden Mittwoch noch so sehr senken, wie sie will. Das Finale kann Valencia abschreiben, niemand wird mehr die A-Jugend im Mestalla-Stadion sehen wollen, die Barcas Coach Luis Enrique vermutlich auf den Rasen schicken wird. Und mit der Barca wahrscheinlich auch noch so den FC Valencia besiegen wird.

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