FC Barcelona: Piqué sieht Real Madrid als Favorit – und lädt Arbeloa zum Abendessen ein!

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Selten hat man ihn so entspannt erlebt. Fast schon zu entspannt. Aber auch ein Gerard Piqué kann schließlich nicht dauernd unter Hochspannung stehen. So gab er eines seiner gar nicht so seltenen Interviews, die davon zeugen, dass der Star des FC Barcelona eigentlich ein nachdenklicher Mensch ist. Twitter und Periscope hin oder her.

Am Rande eines Werbetermins für seine Videospiele-Firma erklärte der Verteidiger Barcas. “Wir sind in den letzten Spielen wieder besser geworden, wir haben uns von einem Rückschlag erholt, der uns im schlimmsten Moment der Saison getroffen hatte. Wir haben aber auch nie so schlecht gespielt, wie die Ergebnisse waren.”

Auf die Frage, ob ein Triumph von Real Madrid in der Champions League das mögliche Double Barcas in Liga und Copa del Rey verwässern würden, sagte Piqué: “Auf keinen Fall, das Double wäre das größte für uns, aber es bleiben noch vier schwere Spiele, um das zu erreichen, drei in der Liga sowie das Finale im Pokal gegen Sevilla. Wir müssen uns noch mächtig anstrengen, aber das Ziel ist da. Ich würde jedes Jahr mit dem Double zufrieden sein, wenn ich das heute sicher unterschreiben könnte.”

Dass die Kämpfe der direkten Rivalen Atletico und Real Madrid in der Champions League am Ende den Ausschlag zugunsten des FC Barcelona geben könnte, sieht Piqué nicht: “Es gibt ja Leute, die sogar sagen, es wäre besser für die Spieler, wenn sie alle drei Tage auflaufen müssen. Andere sagen, dass es besser ist zu pausieren. Ich denke, so kurz vor dem Saisonende ist es eine Frage des Willens, ob man wirklich die Titel gewinnen will oder nicht. Das macht den Unterschied, ob man von der ersten bis zu letzten Minute alles geben will. Wir hängen nur von uns ab, ob die anderen ihre drei verbleibenden Spiele in der Liga noch gewinnen, kann uns egal sein, wenn wir unsere Spiele alle gewinnen.”

“Bei Atletico gegen Bayern München haben wir dann viel mehr Intensität erlebt…”

Ein wenig Kritik an Real Madrid wollte er sich aber doch nicht verkneifen. Seine Bewertung des Halbfinales der Champions League gegen Manchester City fiel nicht eben schmeichelhaft aus: “Beide Teams haben das Unentschieden gesucht, waren damit zufrieden, beide Teams haben sehr vorsichtig gespielt, das 0-0 schien für beide sehr attraktiv. Für das Rückspiel sehe ich Real als Favoriten. Bei Atletico gegen Bayern München haben wir dann viel mehr Intensität erlebt, Atletico hat die ersten 15 Minuten der Bayern ausgenutzt, als die noch nicht so richtig klar hatten, wie sie spielen sollten.”

Sehr vorsichtig dagegen bilanzierte er das Tor von Atleticos Saul, für den Barca seit dem Transfer von David Villa eine Kaufoption hat: “Das war ein sehr gutes Tor, aber ich kann nicht bewerten, ob er zu Barca passen würde oder nicht. Das müssen die Sportdirektion sowie der Trainer entscheiden, das ist nicht meine Aufgabe.”

Auch zu seinem “Erzfeind” Alvaro Arbeloa von Real Madrid, mit dem er sich zuletzt ätzende Schlachten im Internet liefert, hatte er versöhnliche Worte: “Ich hätte kein Problem, mit Arbeloa essen zu gehen, das haben wir außerdem schon oft getan. Überhaupt kein Problem. Das sind doch alles nur Geschichten außerhalb des Fußballs, nicht so wichtig.”

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