FC Barcelona: Pep Guardiola hat fertig, Adiós Bayern München! “Barca bestes Konter-Team der Welt”

Klar ist, dass sich der Coach des FC Bayern München etwas einfallen lassen muss. Am Dienstag geht er mit einem Rückstand von 0-3 in Rückspiel des Halbfinales der Champions League. Gegen den FC Barcelona. Keine leichte Aufgabe.

Die Zeitung “Sport” weiß: “Pep hat noch keine Frage ohne klares Ziel beantwortet, er bereitet jede Pressekonferenz im Detail vor, und wenn ihm eine Frage, die er beantworten will, nicht gestellt wird, dann stellt er sie eben selbst.”

Und so darf man spekulieren: Will er die Stars von Barca reizen, statt Konterfußball den alten Tiki-Taka-Zauber auszugraben? Will er Barca zum Übermut reizen? Um dann umso tödlicher selbst zu kontern? Thomas Müller erklärte im Vorfeld: “Wir haben einen Plan, wir sind der FC Bayern München.” Pep sagt: “Es ist ein Fußballspiel, eine schöne Herausforderung, wir werden es versuchen, das ist doch klar. Aber wir dürfen nichts überstürzen, müssen die Ruhe bewahren, dürfen nicht nur mit dem Herzen spielen, sondern auch mit dem Kopf.” Die Erinnerung an das 0-4 im Vorjahr gegen Real Madrid ist frisch, die Bayern dachten, die könnten Real aus der Allianz-Arena zaubern – und wurden eiskalt ausgekontert.

Pep hat keine Spieler

Die “Sport” ist skeptisch: “Pep weiß doch genau, dass er für ein erfolgreiches Spiel gegen Barca nicht die Spieler hat. Er startet aus einer unterlegenen Position, noch vor drei Monaten galten seine Bayern als bestes Team der Welt. Das hat sich radikal geändert, niemand zweifelt mehr an Barcelona.”

In der Tat ist schwer vorstellbar, wie die Bayern ohne Robben, Ribery und Alaba kontern wollen. Auch ist nicht recht vorstellbar, dass Bayern den Ballbesitz gewinnt und sich in der Hälfte Barcas einrichten kann. Oder überhaupt will. Denn dann könnte eben Barca seine Konter setzen. Ein langer Ball auf Messi würde genügen, pim pam pum (wie man in Spanien sagt) käme der Assist auf Neymar oder Luis Suarez, und das Auswärtstor wäre perfekt. Und damit die Mission der Bayern ohnehin verloren. Oder Messi, der beste Torjäger der Champions League aller Zeiten, macht es eben einfach selbst.”

“Nicht nur Tore schießen”

Pep Guardiola weiß: “Um nach Berlin zu kommen, müssen wir Tore schießen. Aber will sollen wir das tun, das ist die Frage. Erst einmal müssen wir für Torgefahr sorgen, das haben wir im Camp Nou nicht geschafft. Danach wird die Partie von alleine laufen. Auf jeden Fall müssen wir auch gut verteidigen und die Ruhe bewahren. Natürlich würde ich gerne jedes Mal ein Tor schießen, wenn wir angreifen. Aber je schneller wird den Ball nach vorne spielen, desto schneller kann er auch wieder zurückkommen. Und dann hat Barca mit seinen schnellen Leuten einen Vorteil. Das haben wir ja im Hinspiel schon gesehen.”

Dass seine Zeit bei den Bayern nach dem Halbfinale gegen Barca abgelaufen sein könnte, ist für die “Sport” kein Tabuthema: “Pep wirkt bei seinen öffentlichen Auftritten müde und ohne Überzeugung. Statt zu begeistern, appelliert er an den Verstand. Damit kann er aber niemanden überzeugen, und er scheint das zu wissen.”