FC Barcelona: Nullnummer Messi, Rafinha kaputt, Ter Stegen geschlagen, Rom jubelt

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Der FC Barcelona hat derzeit Pech. Im Spiel der Champions League gegen den AS Rom kassierte Marc-André ter Stegen nicht nur ein Gegentor aus rund 50 Metern Entfernung – schon sein zweites in der noch jungen Saison. Sondern Rafinha Alcántara erlitt auch noch einen Bänderriss, muss operiert werden – und verpasst deshalb die komplette Saison.

Nach dem 1-1 hatte sich Barcas Trainer Luis Enrique zunächst noch Hoffnungen gemacht, Rafinha könnte sich schnell erholen: “Wir müssen die ärztlichen Untersuchungen am Donnerstag abwarten, aber es sieht nicht so gut aus”, sagte der Coach spontan. Und er hatte recht, es sieht wirklich nicht so gut aus.

Keine neuen Spieler

Besonders schlimm für Barca ist, dass der Club auch in diesem Fall keine Gnade vor der FIFA finden wird. Das Transferverbot bleibt jedenfalls auf jeden Fall in Kraft, wie die spanischen Medien am Donnerstag berichten. Besser gesagt, das Verbot, neue Spieler auch spielen zu lassen. Denn Arda Turan und Aleix Vidal wurden zwar vor der Saison geholt, sie dürfen aber erst ab Januar für die Katalanen kicken. Demnach hatte Barca bereits vor der Saison für exakt den Fall, der jetzt eingetreten ist, einen Anfrage gestellt – und die Antwort wurde negativ beschieden.

Normalerweise dürfen Clubs Spieler sogar während der laufenden Saison ersetzen, wenn sie einen Verletzten dafür von ihrer Liste streichen. Was man im Falle Rafinhas jetzt getan hätte. So aber muss Luis Enrique schauen, wie er sei Mittelfeld ergänzt. Fakt ist: Die Alternativen schwinden. Und aus der einst so berühmten eigenen Jugend ist derzeit weniger positives zu vermelden. Das jüngst aus der zweiten Liga abgestiegene Barca B verliert auch in Liga drei ein Spiel nach dem anderen. Ein neuer Messi wird dort also kaum zu finden sein.

Keine Schuld für Ter Stegen

Zum Spiel in Rom sagte Luis Enrique dann: “Nach der Verletzung von Rafinha haben wir ein wenig die Kontrolle über das Spiel verloren. Wenn man einen Kollegen so am Boden liegen sieht, geht das schon an die Nerven. In der ersten Halbzeit machte uns das Gegentor von Florenzi zu schaffen. Wir hätten da aber schon mehr Tore schießen können, wir waren ja klar besser als Rom. Aber es ist immer kompliziert, wenn man gegen Teams spielt, die sich so einigeln wie Rom das getan hat. Das Tor hat Florenzi aber auch schön gemacht, wir wussten ja, wie gut er schießen kann. Ter Stegen trifft keine Schuld am Gegentor, ich nehme das auf meine Kappe, kann aber versprechen, dass Barca in dieser Saison kein Gegentor wie dieses mehr kassieren wird.”

Mit anderen Worten: Barcas Keeper müssen wieder mehr im Tor spielen als davor. Und ihre Handschuhe dafür benutzen, den Ball in die Hände zu nehmen, anstatt damit nur Werbung zu machen. So ungefähr stellte es die Zeitung “Sport” aus Barcelona dar, die mit dem Gegentor nicht wirklich glücklich war. Auch sonst hagelt es bissige Kommentare über den jungen Ex-Gladbacher, der schon im spanischen Supercup in Bilbao ein dummes Gegentor aus 50 Metern kassierte, weil er zu weit vor dem eigenen Tor stand.

Messi versagt – im 100. Spiel

Dass Barca einen klaren Elfmeter hätte bekommen können, wollte Luis Enrique so kommentieren: “Ist das etwa eine Neuigkeit, dass wir keinen Elfer bekommen? Ich kann das alles von meinem Platz im Stadion aus gar nicht sehen.”

Zum Rivalen aus Rom, der angeblich der härteste Gegner der Gruppe Barcas sein soll, erklärte der Coach: “Da sind ja auch noch Bayer Leverkusen und Bate Borisov. Ich weiß nicht, wer gesagt hat, dass diese Gruppe leicht für uns sein würde. Wir hätten gegen Rom ein besseres Resultat verdient gehabt, das Spiel lief klar zu unseren Gunsten. Wir hatten den Ball in unseren Reihen, wir hatten Chancen, mehr Tore zu schießen, wir haben in der Abwehr gut gestanden und keine gegnerischen Chancen zugelassen. Wir konnten halt einfach nicht das zweite Tor schießen.” Selbst Leo Messi nicht – und das in seinem 100. Spiel in der Champions League …

 

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