Neymar verschmäht Piqué, PSG verschmäht Messi! “Real Madrid hofft auf Juventus”

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Vor dem Finale der Champions League in Berlin am Samstag wird wie immer viel geredet. Vor allem über Lionel Messi.

Der Argentinier in Diensten des FC Barcelona gilt allgemein als Schlüsselspieler des Finales gegen Juventus Turin. Der Tenor: Kann Messi nicht gestoppt werden, ist das Spiel schon vor dem Anpfiff entschieden.

Juves Urgestein und Weltmeister Claudio Gentile, der 1982 bei der WM in Spanien Diego Maradona in Manndeckung nahm und ausschaltete, empfahl: “Für Ausnahmespieler wie Messi kommt nur Manndeckung in Frage, sonst kann man ihn nicht kontrollieren. Natürlich muss der Manndecker außererordentlich gut sein, sonst kann es nicht klappen. Man darf nie denken: Jetzt habe ich Messi unter Kontrolle. Sonst kann er in wenigen Sekunden das Spiel doch noch entscheiden.”

Juventus wäre Favorit – mit Messi

Und unter Lachen fügte die Legende aus Turin hinzu: “Hoffentlich ruft mich Juve an und sagt mir, dass ich spielen darf. Ich würde gerne gegen Messi spielen. Der Ausfall von Chiellini ist sehr, sehr hart für Juve.”

Fakt ist, dass Barca klarer Favorit auf den Titel ist. Dank Messi. Barcas Ex-Star Deco sagte: “Würde Messi für Juve spielen, wäre Juve Favorit. Aber er spielt für Barca.” Das weiß man auch bei Real Madrid, das inständig darauf hofft, dass Juventus Turin das Triple für Barca verhindert. In der Zeitung “Marca” waren am Freitag Tipps zu lesen, was Real-Fans am Samstag tun könnten, um das Finale zu verpassen. Juve-Stürmer und Real-Leihgabe Alvaro Morata erklärte: “Gegen Barca zu gewinnen, ist immer ganz speziell. Und wenn sich am Ende zwei Fanlager freuen, umso besser.”

Wie lange Barcas Dominanz im spanischen Fußball noch anhält? Es liegt wohl auch an Messi. Auf einen Abgang aus Barcelona ist dabei nicht zu hoffen. In einer aktuellen Umfrage der Zeitung “France Football” sprach sich die Mehrheit der Fans dafür aus, Messi nicht zu Paris Saint Germain zu holen. Sie hätten lieber Cristiano Ronaldo.

PSG will CR7

Demnach votierten 25 Prozent der Leser für CR7. Messi wollten nur elf Prozent haben. Damit liegt er noch hinter seinem Landsmann Angel di Maria von Manchester United, der auf 15 Prozent kam. Offenbar glaubt in Paris niemand daran, dass Messi auch außerhalb Barcelonas funktionieren könnte. Ist es am Ende vielleicht tatsächlich so, dass Barca Messi stark macht – und nicht, wie man so oft hört, umgekehrt?

In dieses Horn blies jetzt auch Gentile. Er sagte: “Maradona ist zweifellos der bessere Spieler, wenn ich mich entscheiden müsste. Messi ist eben noch nie Weltmeister geworden, das ist aber die große Messlatte, die man anlegen muss.”

Mit Argentinien, so viel ist sicher, hat Messi noch keinen wichtigen Titel gewonnen, bei der vergangenen WM in Brasilien scheiterte er im Finale an Deutschland.

Neymar: “Ich werde mich nicht ändern”

Fakt ist aber auch, dass Barca noch mehr Asse im Ärmel hat. Neymar, der seine erste Champions League gewinnen will, erklärte vor dem Finale selbstbewusst. “Ich träume von der Champions League, seit ich ein Kind bin, ich hoffe, dass wir ein großes Spiel machen und gewinnen werden.”

Neymar nahm auch zu seiner eigenen Person Stellung: “Ich werde meine Spielweise niemals ändern, nur weil das einigen nicht gefällt.” Rumms. Die anderen, so viel ist sicher, sind sein eigener Trainer sowie gestandene Weltmeister wie Gerard Piqué. Die kritisierten Neymar nach seinem Auftritt beim 3-1 im Pokalfinale gegen Bilbao. Dort hatte Neymar kurz vor Spielende mit einem provokanten Trick versucht, die Abwehr von Athletic zu blamieren. Das Trick misslang, es gab eine Rangelei. Barcas Trainer Luis Enrique erklärte danach: “Wenn ich für Bilbao gespielt hätte, wäre es schlimmer für Neymar ausgegangen.” Und Piqué sagte: “Vielleicht wäre es besser, wenn Neymar auf sein übliches Spektakel verzichten würde.”

 

 

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