FC Barcelona: Messi gespritzt und außer Form? “Nie schön, gegen Real Madrid zu verlieren”

Der ehemalige Trainer und Generalmanager von Real Madrid, im Nebenberuf argentinischer Landsmann von Lionel Messi, sagte in „Radio Marca“: „Messi ist ein wenig außer Form, wenn ich mir das letzte Spiel gegen Real anschaue. Er hat seine Position auf dem Feld gewechselt und versucht sich mehr als Passgeber, aber dafür hat er seine Fähigkeit verloren, das Spiel ganz allein zu entscheiden und für Barca zu gewinnen.“

Was die vergangene WM in Brasilien angeht, sagte Valdano: „In Brasilien habe ich Messi ein wenig angeschlagen erlebt, er trottete ja mehr über den Platz. Er war körperlich nicht fit, vielleicht versucht er ja auch deshalb aktuell, sich zurückfallen zu lassen, so muss er sich körperlich nicht so aufopfern.“

Barca-Coach Luis Enrique wollte vor der Presse von weitreichenden Analysen nichts wissen: „Es ist ja nicht so, dass wir schlecht in die Saison gestartet sind, so wie ich das sehe, stehen wir immer noch vorne. Aber natürlich ist es nie schön für einen Barca-Spieler oder Fan, im Bernabeu zu verlieren.“

Enrique: „Spritzen sind nicht gut“

Informationen, wonach Messi mit Spritzen ins Spiel ging, um Schmerzen zu betäuben, wollte Enrique nicht bestätigen. Er sagte dazu nur: „Ich würde keinem Spieler raten, sich spritzen zu lassen, das geht auf Dauer nicht gut. Wenn ein Spieler das tut, dann auf eigenes Risiko. Alles, was mit der medizinischen Seite zu tun hat, ist sehr sensibel zu behandeln, auch diskret, da muss man die Spieler selbst fragen. Was ich dazu sagen kann, ist, dass Messi körperlich in der Lage war, den Clásico zu spielen.“

„Wir haben mutig gespielt, Real war überlegen“

Zu seinem Spieler Jeremy Mathieu, der erklärt hatte, selbst überrascht gewesen zu sein, als linker Verteidiger zu spielen, sagte Enrique: „Ich sehe ein, dass ihn eine Entscheidung überrascht hätte, als Außenstürmer oder Mittelstürmer zu spielen. Aber Mathieu kann Innenverteidiger oder Außenverteidiger spielen. Damit ist das Thema erledigt.“

An der Einstellung seiner Spieler im Bernabeu hatte der Coach nichts auszusetzen: „Ich wäre beunruhigt, wenn es am Willen gelegen hätte. Aber so war es nicht. Wir haben mutig gespielt und wollten von Anfang an gewinnen. Aber unser Gegner war einfach überlegen, das habe ich auch gleich nach dem Spiel schon gesagt.“

„Der Clásico war ein Rückschlag“

Weil seine Abwehr wie schon gegen Paris auch gegen Madrid drei Gegentore kassierte und nicht immer auf der Höhe war, sagte Enrique: „Wir haben in beiden Spielen umfassende defensive Fehler gemacht, ganz klar. Ich arbeite an der Idee, diese Fehler zu beheben. Wir wussten immer, dass das Zeit braucht und dass es Rückschläge geben würde. Das Spiel gegen Real war ein solcher Rückschlag.“

Zu seinem neuen Star Luis Suárez, der nach seiner Sperre gegen Real erstmals für Barca auflaufen konnte: „Er hat Chancen erarbeitet und hat sich in den meisten Situationen für die richtigen Lösungen entschieden. Aber wir müssen noch viel daran arbeiten, wie wir uns am besten auf dem Platz bewegen. Wir wussten immer, dass es nicht einfach sein würde, Suarez zu integrieren.“