Die UEFA sperrt Busquets trotzdem nicht, obwohl der Schweizer UEFA-Inspektor Jean-Samuel Leuba nach Auswertung des Videos genau dies forderte: Fünf Spiele Sperre wegen rassistischer Beleidigungen.

Offenbar folgte die UEFA der Verteidiung Barcas, dessen Trainer Pep Guardiola für Busquets die Hand ins Feuer legte: „Ich glaube ihm.“

Angeblich habe Busquets Marcelo nur als „Großmaul“ beschimpt. Auf Spanisch: Mucho Morro. Genau dies aber geben die Lippenbewegungen nur mit sehr viel Phantasie her.

Im Zweifel entschied man sich wohl für den Angeklagten – auch wenn die Zweifel noch so konstruiert erscheinen. Oder entschied sich die UEFA für die Variante, die am wenigsten den Fußball als solchen in Misskredit bringt?

Kommentar von Iker Casillas, der mit seinem Nationalmannschafts-Kollegen David Villa vom FC Barcelona bei einem PR-Termin auftrat: „Was soll ich da noch sagen, die ganze Welt hat die Bilder gesehen. Wenn die UEFA trotzdem so entscheidet, soll es wohl so sein.“

Villa diplomatisch: „Die Entscheidung ist gut für uns, Sergio ist ein wichtiger Spieler. Er freut sich sehr aufs Finale.“