Euro 2016: Andres Iniesta soll Spanien retten, Jordi Alba patzt – und Sergio Ramos feuert an!

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Nach der unerklärlichen Pleite gegen Georgien im letzten Testspiel vor der Euro 2016, die für Spanien am Montag gegen die Tschechen beginnt, reibt sich die iberische Nation erstaunt die Augen: Das soll also das Team sein, das zum dritten Mal in Serie Europameister werden will?

Fakt ist, dass Spanien so gut wie keine wahre Torgefahr ausstrahlte, nur Bayern Münchens Thiago Alcantara schoss einen Ball gegen den Pfosten. Das war so ziemlich wie alles. Der Rest war guter Wille. Aber das ist bekanntlich das Gegenteil von großer Kunst. Nur Georgien, die Nummer 137 der Weltrangliste (ja, so etwas gibt es auch im Fußball), traf – nach einem infantilen Fehler von Jordi Alba sowie weiteren Patzern von Sergio Ramos und Gerard Piqué.

Ramos gab sich nach der Niederlage zerknirscht: “Ich finde es besser, ein Testspiel zu verlieren, als ein Spiel der Euro, aber das war heute schon ein Warnschuss”, so der Verteidiger von Real Madrid. Zwar sei das Match nur ein Testspiel gewesen. Aber immerhin.

Del Bosque: “Mein Eindruck von der Mannschaft ist gut. Aber ich hatte auch einen guten Eindruck vor der WM in Brasilien vor zwei Jahren…”

Ganz so ernst scheint man die Pleite wohl nicht zu nehmen. Wie die spanischen Zeitungen erklären, wurde zuletzt vor 32 Jahren, 1984, um genau zu sein, das letzte Vorbereitungsspiel vor einem großen Turnier verloren, ebenfalls mit 0-1 gegen das damals noch existierende Jugoslawien. Anschließend erreichte Spanien das Finale. Die Euro 1984, welcher Zufall, fand übrigens auch in Frankreich statt. Und die Franzosen gewannen mit 2-0. So weit so schlecht also für Spanien. Das allerdings zum jetzigen Zeitpunkt wohl froh wäre, überhaupt wieder in ein Finale zu kommen.

Schon zuletzt nach dem 6-1 gegen Südkorea hatte Nationalcoach Vicente del Bosque gesagt: “Mein Eindruck von der Mannschaft ist gut. Aber ich hatte auch einen guten Eindruck vor der WM in Brasilien vor zwei Jahren.” Das Ergebnis ist bekannt, Spanien musste nach katastrophalen Leistungen schon nach der Vorrunde nach Hause fliegen. Der Traum von der Titelverteidigung war vorbei.

Die Hoffnungen 2016 liegen wie so oft auf einem Altbekannten, der Spanien schon 2010 mit seinem goldenen Tor im Finale von Südafrika in Verzückung versetzt hatte: Andres Iniesta, der gegen Georgien in der zweiten Halbzeit kam, lieferte Kostproben seines technischen Könnens. Torchancen resultierten daraus aber nicht.

Sergio Ramos dazu: “Wir müssen jetzt aus der Pleite lernen, am Montag sollten wir dann wieder voll da sein. Wir haben uns nach dem Match schon wieder angefeuert, Georgien hatte ja nur eine Torchance, sonst nichts. Wir haben auch gute Sachen im Spiel gezeigt und haben jetzt eine Woche, um weiter an uns zu arbeiten.”
Wir haben große Hoffnungen auf die Titelverteidigung, wir wollen alles geben, um dieses Ziel zu erreichen. Ich denke nicht, dass uns die Fans das Spiel gegen Georgien ankreiden werden, aber es ist klar, dass wir die Zuneigung und das Vertrauen der Menschen in jedem Spiel neu zurückgeben müssen.”

Zur noch ungeklärten Torwartfrage sagte Sergio Ramos: “Dieses Thema wird immer bleiben, das liegt nicht an Iker Casillas oder David De Gea. Der Kampf um einen Platz im Tor ist gut, dadurch werden alle besser, der Trainer wird am Ende schon richtig entscheiden.”

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